Hingegen gaben 40 Prozent insgesamt über 21'000 Befragten Stand Anfang August an, ein Nein in die Urne werfen zu wollen, wie die am Mittwoch veröffentlichte Abstimmungsumfrage von 20 Minuten und Tamedia zeigt.
In der vom Forschungsinstitut Leewas ausgewerteten Umfrage fand das E-ID-Gesetz bei Anhängerinnen der Grünen, der SP, der GLP, der Mitte und der FDP eine Mehrheit. Einzig die SVP-Basis sprach sich mit einem Ja-Anteil von nur 36 Prozent klar gegen die Vorlage aus.
Weiter fand das E-ID-Gesetz auch bei Befragten mit obligatorischem Schulabschluss sowie bei Personen mit geringem Einkommen keine Mehrheit. Auf allen anderen Bildungsstufen und Einkommensklassen hingegen wurde das Gesetz mehrheitlich befürwortet.
Männer eher als Frauen
Auffällig war laut der Umfrage zudem der Unterschied zwischen den Geschlechtern: Während eine Mehrheit von 64 Prozent der Männer dem E-ID-Gesetz zustimmten, sprach sich bei den Frauen mit einem Anteil von 48 Prozent nur eine Minderheit dafür aus. Keine berichtenswerten Unterschiede fanden sich laut der Umfrage indes mit Blick auf die Sprachregionen oder den Siedlungstyp.
Für die Befürwortenden standen vor allem drei Argumente im Vordergrund: Die E-ID spare Zeit und Aufwand, sie stärke die globale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz und der Bund garantiere als Herausgeber für die Sicherheit und den Schutz der Daten.
Für die Gegnerschaft stellte eine E-ID-Infrastruktur hingegen ein attraktives Ziel für Cyberangriffe und Datenklau dar. Zudem könnten Verhaltensprofile erstellt und Daten weitergegeben werden.
Mit der Ende 2024 genehmigten Vorlage wollen Bundesrat und Parlament es der Bevölkerung ermöglichen, online mittels eines digitalen Beweises die Identität zu belegen. Das soll beispielsweise Online-Einkäufe oder gewisse Kontakte mit den Behörden vereinfachen. (sda/spo)
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13.08.2025 14:38 Uhr

