19.01.2026

Audiospace

Schweizer Firma gewinnt Grossauftrag in den USA

Das Technologieunternehmen hat einen bedeutenden Entwicklungsauftrag von Connoisseur Media gewonnen, einem der zehn grössten Radio-Unternehmen der USA. Für Audiospace-CEO Jan Müller ist das «ein unglaublicher Erfolg.»
Audiospace: Schweizer Firma gewinnt Grossauftrag in den USA
«Ein Meilenstein im interessantesten Radiomarkt der Welt»: Jan Müller über den Grossauftrag von Connoisseur Media aus den USA. (Bild: zVg)

Die Schweizer Software-Lösung wird künftig auf 240 digitalen Plattformen von 220 Radiostationen in 47 Märkten und 24 US-Bundesstaaten zum Einsatz kommen. Für Jan Müller, Co-Gründer und CEO von Audiospace, ist dieser Grossauftrag «ein Meilenstein im interessantesten Radiomarkt der Welt», wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Digitale Präsenz «auf die nächste Stufe heben»

Jeff Warshaw, CEO von Connoisseur Media, setzt auf die Schweizer Technologie, um die digitale Präsenz seines Unternehmens «auf die nächste Stufe zu heben». Die ersten Websites und Apps gingen bereits Anfang Dezember live.

Müller wertet den Erfolg als Beleg für Schweizer Innovationskraft: «Dass wir als Schweizer Technologieunternehmen einen Grossauftrag zur Entwicklung von 240 digitalen Radioplattformen in der Technologie-Nation Nr.1 USA gewinnen und uns gegen internationale Mitbewerber durchsetzen konnten, ist ein unglaublicher Erfolg.»

My105 und Radio Top sind Schweizer Kunden

Audiospace betreibt mittlerweile in den 402 digitale Plattformen für 240 Radiostationen in den USA, ausserhalb der Staaten sind es 65 Plattformen für 62 Radiostationen. In der Schweiz zählen Media One Group, My105 und Radio Top zu den Kunden.

Das Wachstum führt Müller auf die Nachfrage nach Community-Listening-Plattformen zurück: «Radiosender wollen ihre steigende digitale Nutzung in wertvolle First-Party-Daten und unmittelbar monetarisierbare Erlösmodelle überführen können.»

Radio verliert sein exklusives Empfangsgerät

Müller zeichnet ein klares Bild der Branchentransformation. Klassischer Empfangsgeräte verschwinden zunehmend. Die Konsequenz: «Das Radio der Zukunft verliert damit seine exklusive Empfangstechnologie und den geschützten Rahmen», so Müller. «Alle Anbieter konkurrieren auf derselben Ebene um Aufmerksamkeit. Entscheidend sind Inhalte, Markenstärke und Positionierung, Nutzerbindung und Nutzererlebnis.»

Radio müsse sein On-Demand-Angebot ausbauen, dürfe aber nicht auf den Live-Moment verzichten, «denn dieser bleibt ein zentraler USP des Mediums». Den Unterschied zu Spotify sieht Müller im geteilten Hörerlebnis: «Radio ist in erster Linie Community Listening, also ein geteiltes Hörerlebnis. Viele Menschen hören zur gleichen Zeit dasselbe – und genau das muss digital unmittelbar erlebbar sein.»

Was den Erfolg bei Connoisseur Media ausgemacht habe? «Jeff Warshaw hat stets betont, dass wir nicht nur Technologie liefern, sondern Radio wirklich verstehen: indem wir in Apps und auf Websites echte Verbindungen zu Hörerinnen und Hörern schaffen und zugleich neue Erlösmöglichkeiten für Werbekunden erschliessen.» (pd/nil)


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