13.03.2012

Google

Sponsert belgische Bibliothek

Interesse an europäischer Kultur soll Image aufpolieren.

Am Dienstag verkündete Google eine Kooperation mit dem Museum "Mundaneum" in Mons, Belgien. Der Suchmaschinenkonzern interessiert sich vor allem für ein System aus 16 Millionen Indexkarten, mit dem versucht wurde, das Wissen des 19. Jahrhunderts in einer Datenbank zu sammeln. Google sieht darin eine Art analoge Vorstufe zum Internet. Die Partnerschaft ist Teil einer breiteren Charme-Offensive, mit der die europäische Öffentlichkeit zurückerobert werden soll, nachdem Datenschutz-Verfehlungen, wachsende Marktmacht und Kultur-Angst die Stimmung verschlechtert haben.

Das Karteikartensystem in Mons soll vorerst nicht digitalisiert werden, wie die New York Times berichtet. Anstelle dessen finanziert Google eine Wanderausstellung und einige Internet-Features, die das Projekt international bekannt machen sollen. Eine spätere Digitalisierung wird nicht ausgeschlossen. Bei Abkommen mit anderen europäischen Kulturinstitutionen wird hingegen gleich digitalisiert. Die Bestände der Bibliothek der Universität Gent sind nur das jüngste Beispiel für den Einfluss Googles auf die Modernisierung von Kulturschätzen. (pte)


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