26.10.2025

Mediapulse

TV-Messsystem erfolgreich umgestellt

Die Branchenorganisation hat alle Haushalte des TV-Panels mit der neuen Messgeräte-Generation ausgestattet. Der Wechsel erfolgte bei laufendem Betrieb.
Mediapulse: TV-Messsystem erfolgreich umgestellt
Die Panelteilnehmenden melden sich beim People Meter 7 neu über Tablets an. (Bild: zVg)

Mediapulse hat die Umstellung auf die neue Messgeräte-Generation People Meter 7 abgeschlossen. Der Austausch in den Haushalten des TV-Panels begann im Mai 2024 und wurde im September 2025 beendet – deutlich vor der Abschaltung des 3G-Netzes Anfang 2026, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die bisherigen Messgeräte PM 5000 kommunizierten über das 3G-Netz, das in der Schweiz Anfang 2026 abgeschaltet wird. Die neuen Geräte nutzen das 4G-Netz und stellen damit die Fortsetzung der Messung sicher. Der Verwaltungsrat von Mediapulse entschied sich für einen Austausch im laufenden Betrieb, um Kosten zu minimieren und die kontinuierliche Datenerhebung zu gewährleisten. Die Investition wurde durch Bundesmittel finanziert.

Im Vorfeld wurden ein neues Referenzierungsverfahren für TV-Sender und eine leistungsfähigere Datenverarbeitungsplattform geschaffen. «Wir machen eine Operation am schlagenden Herzen, können so aber massiv Geld sparen», sagte Mediapulse-CEO Tanja Hackenbruch in einem persoenlich.com-Interview vom Februar 2025. Gemeinsam mit Kantar führte Mediapulse umfangreiche Pre-Tests durch. Die Marktteilnehmer wurden frühzeitig informiert und über die Auswirkungen auf die Nutzungsdaten auf dem Laufenden gehalten.

Das neue System erfasst auch sehr kurze Nutzungsepisoden und bildet das Zapping-Verhalten präziser ab. Die Panelteilnehmenden melden sich neu über Tablets an, was die Bedienung erleichtert und die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme erhöht. Das PM 7 grenzt Inhalte ausserhalb des klassischen TV-Angebots besser ab und erfasst jegliche Nutzung von TV-Inhalten auf dem TV-Gerät, unabhängig vom verwendeten Peripheriegerät.

Neuer Newsletter lanciert

Mediapulse hat parallel einen eigenen Newsletter gestartet. Damit will die Branchenorganisation ihr Wissen über Mediennutzung und Marktentwicklungen sichtbarer machen. Bisher wurde diese Expertise hauptsächlich im persönlichen Austausch vermittelt. Der Newsletter, der am Freitag zum ersten Mal erschienen ist, informiert künftig regelmässig über methodische Weiterentwicklungen, aktuelle Projekte und Forschungsergebnisse und soll den Dialog mit Marktpartnern, Behörden, Medien und Wissenschaft fördern. (pd/cbe)


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