Die Plattform ist auf sogenannte Generative Engine Optimization (GEO) ausgerichtet – die Optimierung der Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten anstelle klassischer Google-Suchresultate. Laut Mitteilung nutzen bereits vor dem offiziellen Launch mehrere hundert Firmen die Plattform.
Laut Unternehmen sind auf Ranq (Eigenschreibweise: ranQ) bereits über 700'000 Firmen gelistet. Die Basis bildeten öffentlich zugängliche Unternehmensdaten, die Cohaga über ihr bestehendes Produkt Leadhub seit Jahren führt und laufend aktualisiert. Die Prüfung erfolge sowohl automatisiert als auch manuell; für die menschliche Kontrolle beschäftige das Unternehmen nach eigenen Angaben zwölf Mitarbeitende in St. Gallen.
Ob ein Eintrag tatsächlich zu einer Empfehlung durch ein KI-System führt, kann Cohaga nach eigener Aussage nicht garantieren. «Eine solche Garantie wäre aus unserer Sicht unseriös», erklärt Cohaga-CEO Fabio Mätzler gegenüber persoenlich.com. Ein Verzeichniseintrag ersetze zudem keine umfassende GEO-Strategie: «Wir sehen Ranq nicht als Abkürzung, sondern als zusätzlichen, sehr wichtigen Hebel für die KI-Sichtbarkeit von Unternehmen», so Mätzler weiter.
Ein Eintrag im neuen KI-Firmenverzeichnis kostet zwischen 950 und 6710 Franken pro Jahr. Die günstigste Stufe umfasst ein Firmenprofil mit Autorenbox sowie ein Monitoring für ein KI-Modell, die teuerste zusätzlich Wissensbeiträge, Vergleichsseiten, einen Massnahmenplan und ein Vertrauens-Zertifikat für die eigene Website. Ein Basis-Eintrag ohne diese Zusatzleistungen bleibt gemäss Anbieter dauerhaft kostenlos.
Cohaga betreibt mit Leadhub die nach eigenen Angaben führende Schweizer Plattform für Outbound-Adressdaten. Das 2015 aus einem studentischen Auftrag entstandene und seither aus eigenen Mitteln gewachsene Unternehmen beschäftigt rund 30 Mitarbeitende und zählt über 2000 Kunden, wie Cohaga gegenüber startups.ch angab. Im März 2026 schloss die Firma nach sechs Jahren Eigenfinanzierung erstmals eine Kapitalerhöhung ab; unterstützt wird sie seither von zwei Investoren aus dem Tech- und SaaS-Bereich, wie startupticker.ch berichtete. (pd/nil)

