19.02.2013

Autosalon Genf

130 Premieren am Start

Zusätzliche Ausstellungsfläche dank Halle 6.

Trotz der schwierigen Zeiten für die Autobranche in Europa lassen die Autohersteller den 83. internationalen Autosalon in Genf nicht aus. Am Salon, der seine Türen am 7. März öffnet, sind 260 Aussteller aus 30 Ländern vertreten. Sie zeigen 130 Premieren.

Dank der Erweiterung der Halle 6 des Messegeländes Palexpo stehen 5'000 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche zur Verfügung. Zum Autosalon werden 700'000 Besucher erwartet. Zu sehen sind 130 welt- und europaweite Premieren, sagte Maurice Turrettini, Präsident des Autosalons, am Dienstag vor den Medien in Genf.
 
Energiesparende Autos oder Fahrzeuge mit Alternativantrieben werden nicht mehr in einem grünen Pavillon geparkt, wie bei den vergangenen Ausgaben. Vielmehr werden sie in diesem Jahr an den Ständen der jeweiligen Automarken gezeigt.
 
Diese Autotypen gelte es jetzt zu verkaufen, sagte Turrettini. Die neusten Zahlen zeigten, dass die Schweizer noch zögerten, ein Auto mit Alternativantrieb zu kaufen. Diese machten nur 2,6 Prozent der 320'000 im Jahr 2012 neu immatrikulierten Autos aus.
 
4x4 und Diesel beliebt
 
Beliebt ist bei Schweizer Autolenkern der Vierradantrieb. Die Verkäufe von Autos mit 4x4 stiegen 2012 um 20 Prozent im Vergleich zu 2011. Die Schweizer entschieden sich auch öfters für Dieselmotoren, denen lange Zeit Skepsis entgegengebracht wurde.
 
Die Verkäufe von Autos mit Dieselmotoren stiegen im vergangenen Jahr um knapp 15 Prozent gegenüber 2011. Die Schweiz blicke mit 320'000 neu immatrikulierten Autos im 2012 auf einen exzellenten Jahrgang zurück, sagte Max Nötzli, Präsident der Vereinigung der Schweizer Automobilimporteure (auto-schweiz).
 
Die Autokäufer profitierten dabei vor allem vom starken Schweizer Franken. Im vergangenen Jahr sanken die Autopreise im Durchschnitt um 10 bis 15 Prozent. Für 2013 rechnet Nötzli mit 295'000 neu immatrikulierten Autos, weil zu viele Unsicherheiten die Aussichten trüben.
 
Historisches Tief in Europa
 
Auf dem europäischen Automarkt sah das Bild 2012 ganz anders aus - das Jahr wurde als besonders schlechtes bezeichnet. Im Januar 2013 sank der Absatz in der EU gar auf ein historisches Tief, wie der Herstellerverband Acea ebenfalls am Dienstag mitteilte.
 
Die Neuzulassungen schrumpften um 8,7 Prozent auf 885'159 Fahrzeuge, was dem schwächsten Januar seit Beginn der Aufzeichnungen 1990 entspricht. Peugeot Citroen, Ford und Fiat mussten kräftige Einbussen hinnehmen. Auch bei VW gingen die Verkaufszahlen zurück.
 
Zulegen konnten hingegen Opel, BMW und Daimler. Vor allem im wirtschaftlich gebeutelten Südeuropa trauten sich die Menschen nicht, ein neues Auto anzuschaffen. Die weltgrössten Automärkte China und USA wuchsen hingegen weiter.
 
Der Autosalon in Genf öffnet seine Türen vom 7. bis 17. März. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 16 Franken, für Rentner und Kinder 9 Franken. Die SBB setzt Extrazüge für Besucher aus der ganzen Schweiz ein. (sda)

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