Der Autismusverlag in St. Gallen ist zum Verlag des Jahres 2026 gewählt worden. Er vertritt einen inklusiven Ansatz, indem er Neurotypische wie auch Menschen im Autismusspektrum beschäftigt. Und mit seinem Programm füllt der Verlag eine Lücke im deutschsprachigen Raum, hiess es am Dienstag in einer Mitteilung des Schweizer Buchhandels- und Verlagsverbands (SBVV). Sein Portfolio umfasst Bücher und Materialien rund um Autismus
Ausserdem wurde die Luzerner Buchhandlung BUK als Buchhandlung des Jahres 2026 gekürt. Hinter der Buchhandlung steckt die Quereinsteigerin Luana Betschen. In ihrem Laden in der Luzerner Innenstadt, der zugleich Café ist, treffen sich «Jung und Alt zum Bücherkauf, Kaffeeplausch und Leseglück».
Darüber hinaus arbeitet Betschens Buchhandlung inklusiv, denn die Auslieferung ihrer Bücher übernimmt ein Luzerner Integrationsprojekt für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.
Neben den beiden nun ausgezeichneten Institutionen waren für die Buchhandlung des Jahres das Forum in Liestal und Voirol in Bern nominiert. Bei den Verlagen standen der Christoph Merian Verlag in Basel und der Geparden in Zürich zur Auswahl.
Diese Shortlists stellt jeweils eine Fachjury zusammen. In der Deutschschweiz gibt es rund 250 Verlage und 300 Buchhandlungen; dem SBVV waren zu Beginn des Jahres 160 Verlage und 270 Buchhandlungen angeschlossen. Um auf diese Vielfalt aufmerksam zu machen, zeichnet der SBVV seit 2010 jährlich eine Buchhandlung und einen Verlag aus. Der Preis ist mit je 4000 Franken dotiert, die Nominierten erhalten je 2000 Franken.
Nach der Nomination durch die Fachjury kann dann während eines Monats das Publikum auf der Website des SBVV abstimmen. So kamen die Sieger zustande. (sda/spo)


