13.12.2025

Todesfall

Basler Oscar-Preisträger Arthur Cohn gestorben

Er wurde als erster nichtamerikanischer Produzent mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood gewürdigt.
Todesfall: Basler Oscar-Preisträger Arthur Cohn gestorben
Arthur Cohn hatte mehrere Jahre als Journalist gearbeitet, bis dann der schrittweise Einstieg ins Filmgeschäft folgte. (Bild: Keystone/EPA/Felipe Trueba)

Der Basler Filmproduzent und mehrfache Oscar-Preisträger Arthur Cohn ist am Freitag im Alter von 98 Jahren gestorben. Dies teilte seine Familie in einer Todesanzeige mit, die der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt.

Cohn sei nach kurzer Krankheit im Familienkreis in Jerusalem gestorben, schrieb das jüdische Wochenmagazin Tachles mit Berufung auf die Familie auf der Website. Die Beerdigung ist gemäss Todesanzeige auf Samstagnacht Ortszeit in Jerusalem angesetzt, gleich nach dem Ausklang des Sabbats. Sie werde auf der Videoplattform Youtube live übertragen.

Arthur Cohn hat sich einen hat sich während seiner Karriere als Filmproduzent einen grossen Namen gemacht, sowohl in Hollywood, als auch in Ländern wie Italien, Deutschland und der Schweiz. 

Für seine Filmproduktionen hat er insgesamt sechs Oscars erhalten: unter anderem für die Filme «The Garden of the Finzi-Continis» von Vittorio de Sica (1970) und «Reise der Hoffnung» (1990) des Schweizer Regisseurs Xavier Koller, die beide mit der Auszeichnung für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurden. Der letzte Oscar ging 1999 an die Dokumentarproduktion «One Day in September» von Kevin Mcdonald. 

Stern auf dem Walk of Fame

Des Weiteren wurde Cohn als erster nichtamerikanischer Produzent mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood gewürdigt. Er ist mehrfacher Ehrendoktor, darunter der Universität Basel, und Träger des höchsten französischen Ordens Commandeur de l'Ordre des Arts et des Lettres. 2019 wurde Cohn in Berlin für Lebenswerk ausgezeichnet.

Arthur Cohn verbrachte seine Jugend- und Studienjahre als Sohn eines Anwalts und einer Gedichte und Kabarett-Texte schreibenden Mutter in Basel. Danach arbeitete er mehrere Jahre als Journalist, unter anderem für die SRF-Radiosendung «Echo der Zeit» bis dann der schrittweise Einstieg ins Filmgeschäft folgte.

Cohn lebte lange Jahre in den USA und zuletzt in Israel. Er blieb aber seiner Geburtsstadt Basel bis ins hohe Alter verbunden. Unter anderem trat er viele Jahre am Sommerkino-Openair auf dem Basler Münsterplatz bei der ihm gewidmeten jährlichen Filmgala auf. (sda/spo)


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