08.06.2023

Rammstein

Bekannte Medienanwälte vertreten Till Lindemann

Der Sänger der umstrittenen Band lässt seine Interessen anwaltlich vertreten. Das gaben die Berliner Rechtsanwälte Simon Bergmann und Christian Schertz am Donnerstag bekannt.
Rammstein: Bekannte Medienanwälte vertreten Till Lindemann
Medienanwalt Christian Schertz vor Gericht. (Bild: Keystone/Epa/Andreas Gora)

Die Kanzlei der beiden bekannten Promi- und Medienanwälte teilte am Donnerstag mit, dass sie fortan Till Lindemann in äusserungs- und presserechtlichen Angelegenheiten vertreten werden. «In den sozialen Netzwerken, insbesondere auf Instagram, Twitter und bei YouTube, wurden von diversen Frauen schwerwiegende Vorwürfe zulasten unseres Mandanten erhoben», heisst es in einer Stellungnahme der Kanzlei Schertz Bergmann. «So wurde wiederholt behauptet, Frauen seien bei Konzerten von Rammstein mithilfe von K.o.-Tropfen beziehungsweise Alkohol betäubt worden, um unserem Mandanten zu ermöglichen, sexuelle Handlungen an ihnen vornehmen zu können. Diese Vorwürfe sind ausnahmslos unwahr.»

Drohung mit rechtlichen Schritten

Die beiden Berliner Anwälte kündigten juristische Konsequenzen an. «Wir werden wegen sämtlicher Anschuldigungen dieser Art umgehend rechtliche Schritte gegen die einzelnen Personen einleiten.»

Mehrere Frauen haben in den vergangenen Tagen Vorwürfe gegen Rammstein-Frontmann Lindemann erhoben. Die Frauen schildern Situationen, die sie teils als beängstigend empfunden hätten. Junge Frauen seien während Konzerten ausgewählt und gefragt worden, ob sie zur Aftershowparty kommen wollen. Dabei soll es nach Schilderungen einiger Frauen auch zu sexuellen Handlungen gekommen sein.

Forderung nach Absage der Schweizer Konzerte

Nächste Woche sollen Rammstein zwei Mal im Berner Wankdorfstadion auftreten. In einem Kommentar im Tages-Anzeiger fordert Kulturredaktor Andreas Tobler, die Auftritte abzusagen. Das «müsste auch im Sinne der Fans und der Schweizer Veranstalter sein», schreibt der Journalist. Eine Absage «hätte nichts mit Cancel-Culture zu tun», betont Tobler. Aber es brauche nun eine Pause, «um die schwersten Vorwürfe noch vertieft abklären zu können». (sda/nil)



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