11.09.2022

Swiss Diversity Award

Das sind die Gewinner:innen

Ein Abend im Zeichen der Diversität und Inklusion: In Bern wurden am Samstag verschiedene Persönlichkeiten und Projekte geehrt. Der Allianz Lifetime Award ging an den Rennrollstuhlfahrer Heinz Frei.

Am Samstag wurden zum vierten Mal Schweizer Persönlichkeiten und Projekte für ihr Engagement in den Bereichen Diversität und Inklusion mit dem Swiss Diversity Award ausgezeichnet. Der Event im Kursaal Bern bot neben der Verleihung auch ein  Rahmenprogramm: So tanzte unter anderem Carmen Lopes Sway mit einer Berner Schulklasse. Model Manuela Frey versteigerte ein Bild von sich für einen guten Zweck und die Ergebnisse der Diversity-Studie wurden vorgestellt.

Auch dieses Jahr wurde wieder der Swiss Diversity Award in den sieben Kategorien «LGBTQI», «Geschlecht», «Alter», «Beeinträchtigung», «Bildung und soziale Herkunft», «Nationalität und ethnische Herkunft» und «Religion und Weltanschauung» verliehen. Anders als die Jahre zuvor gab es pro Kategorie allerdings nicht nur einen, sondern gleich mehrere Gewinner. Damit will die Jury ein Zeichen setzen und die Wichtigkeit jedes Engagement hervorheben für eine diverse und inklusive Schweiz.

Die Gewinner*innen der Swiss Diversity Awards 2022

Die diesjährigen Gewinner*innen bekamen während der Preisverleihung den Swiss Diversity Award 2022 überreicht. In der Kategorie «Geschlecht», die von Mac Cosmetics präsentiert wird, haben Patent Ochsner-Backlinerin Katha Langstrumpf sowie Rechtsanwalt Michel Montini abgeräumt. Patrizia Laeri ging als Honorary Mention mit einem Award von der Bühne. Design Management Student Tim Meier aus Luzern, die Queer Ausstellung im Naturhistorischen Museum Bern sowie Honorary Mention Henry Hohmann bekamen in der Kategorie «LGBTQI» den Award überreicht, und in der Kategorie «Alter» erhielten das Magazin Zeitlupe von Pro Senectute, die «Initiative gegen Mobbing» von Pro Juventute und das Integrationsprojekt «Super Girls play Badmington» von Swiss Badminton den Award.

Die Co-Präsidentin der Operation Libero Sanija Ameti, Künstlerin Carmen Lopes Sway und das Surprise-Magazin erhielten den Swiss Diversity Award 2022 in der Kategorie «Bildung und soziale Herkunft», ebenso wie der Verein Surprise als Honorary Mention. Auch Komiker Charles Nguela sowie der Afrotanz-Verein Café au Lait erhielten für ihr besonderes Engagement in der von JTI präsentierten Kategorie «Nationalität und ethnische Herkunft» die Auszeichnung. In dieser Kategorie wurde Güzin Kar als Honorary Mention hervorgehoben. Das Living Museum in Wil, das Werkheim Uster und der Honorary Mention Gelati Gasparini gewannen in der Kategorie «Beeinträchtigung» und Asmaa Dehbi und Dina Wyler erhielten den Award in der Kategorie «Religion und Weltanschauung» für ihr Engagement gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus.

Zusätzlich wurde der Allianz Lifetime Award für das Lebenswerk einer herausragenden Persönlichkeit verliehen. Die Auszeichnung ging an den Schweizer Rennrollstuhlsportler Heinz Frei, der als einer der erfolgreichsten Schweizer Sportler aller Zeiten gilt. Die Swisscom zeichnete mit dem Swisscom Entrepreneurship Award ausserdem eine Person aus, welche aus einem gesellschaftlichen Misstand heraus wirtschaftlichen Erfindergeist bewiesen hat: Jonas Staub, Gründer und CEO von Blindspot.

Workshops und Forum regen Austausch an

Tagsüber fand das Forum statt, das neu mit Workshops für inklusive Kommunikation ergänzt wurde. Dabei wurden die sogenannten DEI Themen – sprich Diversity, Equity und Inclusion – in den Fokus gerückt. Auch die Themen ethnische Herkunft, körperliche Beeinträchtigung und soziale Herkunft sowie konkrete Diversity-Massnahmen wurden diskutiert.

«Der direkte Austausch zwischen grossen Konzernen, KMU und Familienunternehmen hätte spannender nicht sein können. Der Austausch zu den DEI Themen hat gemeinsame Potentiale und Lösungswege aufgezeigt. Wenn so viele verschiedene Firmen Seite an Seite miteinander arbeiten, dann sind wir auf dem richtigen Weg», sagt Stephan Lendi, Initiant vom Verein Swiss Diversity und Moderator des Awards.

Begleitet wurde die Preisverleihung von einem 3-Gänge-Gala-Dinner und verschiedenen Showacts, die für Standing Ovations sorgten. So führte etwa Tante Carmen, alias Carmen Lopes Sway – Schwester von Sänger Marc Sway – mit einer Berner Schulklasse ein musikalisches Kindertheater auf, welches sie erst kurz zuvor mit den Kindern einstudiert hatte und damit auf spielerische Art und Weise die Themen Diversität und Inklusion auch den Kleinen näher gebracht werden. Anschliessend sang Carmen Lopes Sway gemeinsam mit Renée Rousseau ein Duett und rückte vom Hintergrund ins Rampenlicht. Begleitet wurden die Musiker von der Swiss Diversity Band unter der Leitung von Reyn Turner.

Das Bodypainting-Bild von und mit Model Manuel Frey wurde enthüllt und die online Versteigerung gestartet. Tobias Reichmuth, bekannt aus «Die Höhle der Löwen», hatte zuvor ein Erstgebot von 5000 Schweizer Franken abgegeben – nun kann unter www.swissdiversity-shop.myshopify.com fleissig mitgeboten werden. Der Erlös kommt einem guten Zweck zugute.

Diversity-Studie

Die Diversity-Studie, welche zusammen mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) durchgeführt wurde, wurde erstmals an der Swiss Diversity Award Night 2022 vorgestellt. Die Studie zeigt Erstaunliches: Strategisches Management von Diversität und Inklusion steigert den Wettbewerbsvorteil in Firmen, weil so deren Kreativität, Innovation und Marken-Attraktivität erhöht und der Fachkräftemangel reduziert werden kann. Die Ergebnisse sollen Schweizer Unternehmen dazu inspirieren, für eine diverse und inklusive Unternehmenskultur einzustehen.

Der Swiss Diversity Award geht im nächsten Jahr am 9. September 2023 in die fünfte Runde und ehrt weitere Schweizer Persönlichkeiten und Organisationen für ihr herausragendes Engagement. (pd/wid)



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