20.01.2026

WEF 2026

«Der Streit ist extrem imageschädigend»

Das World Economic Forum dominiert in dieser Woche die Schlagzeilen. persoenlich.com hat sich mit Ernst «Aschi» Wyrsch, dem langjährigen Hotelier des Belvédère und WEF-Intimus, über die diesjährige Austragung unterhalten.
WEF 2026: «Der Streit ist extrem imageschädigend»
«Das WEF ist der jährliche Champions-League-Final der Eventbranche», so Ernst «Aschi» Wyrsch, langjähriger Direktor des Grandhotels Belvédère in Davos. (Bild: Mattias Nutt)

Herr Wyrsch, dieses Jahr findet das World Economic Forum (WEF) ohne seinen Gründer Klaus Schwab statt. Hat dieser Führungsstreit langfristig Auswirkungen auf das WEF oder ist es dadurch gar gefährdet?
Ja klar, dieser Streit ist extrem imageschädigend. Professor Schwab war der Garant für Davos. Jetzt wird es abhängig sein von den Nachfolgern. Ich denke aber nicht, dass das Forum in den nächsten drei bis vier Jahren Davos verlassen wird. Später ist die Gefahr des Wegzugs sehr gut möglich. Davos und WEF sind Brands, die nicht einfach kopiert werden können, darum bleibe ich zuversichtlich für Davos.

Donald Trump ist der diesjährige Stargast. Was heisst das für Davos? Was ist der wirtschaftliche Gewinn?
Die Anwesenheit des US-Präsidenten ist matchentscheidend, um die Bedeutung und Relevanz des WEF hochzuhalten respektive beizubehalten.

Kann man sich während der WEF-Tage überhaupt noch frei in der Gemeinde bewegen?
Kein Problem, ich empfehle sogar als Geheimtipp, während des WEF Ski zu fahren. Gaffer sind in Davos aber nicht erwünscht und sollten unseren Ort dringend meiden.

Sie waren jahrzehntelang Direktor des Hotels Belvédère. Hat sich seither viel geändert?
Sehr viel. Es wurde seit meiner Hoteliers-Zeit alles schneller und intensiver. Das WEF ist der jährliche Champions-League-Final der Eventbranche!

Rückblickend, was war Ihr WEF-Höhepunkt?
Die Gespräche und Begegnungen mit den Präsidenten Bill Clinton, Nelson Mandela oder Muhammad Ali, die alle bei uns verkehrten.


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE