29.12.2019

Jung von Matt/Limmat

Die Zürischnurre bleibt unbeliebt

Die Universität St. Gallen hat zusammen mit der Agentur untersucht, wie die Schweizer Städte sich bewerten.
Jung von Matt/Limmat: Die Zürischnurre bleibt unbeliebt
Luzern ist laut dem Ranking die beliebteste Schweizer Stadt. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Luzern ist bei Schweizerinnen und Schweizern die beliebteste Stadt, gefolgt von Bern und Basel. Zürich ist zwar beliebt für seine Gastronomie, für das kulturelle Angebot und die guten Jobs. Doch die Zürcher kommen bei ihren Deutschschweizer Mitbürgern schlechter an als bei den Welschen. Dies berichtet die NZZ am Sonntag. Professor Andreas Herrmann von der Universität St. Gallen sagte gegenüber der Zeitung: «Wer die Zürcher versteht, mag sie weniger. Vielleicht, weil er die Zürischnurre besser vom beliebteren Berner Singsang unterscheiden kann.»

Herrmann, Leiter des Customer-Insight-Instituts, hat zusammen mit der Agentur Jung von Matt/Limmat untersucht, wie die Schweizer Städte wahrgenommen werden. «Wir wissen, wie weit die Städte geografisch auseinanderliegen», erklärt er. «Nun wollten wir eine psychologische Landkarte über die emotionale Nähe und Distanz der Städte erstellen.» Dabei zeigte sich, dass die Zürcher nicht nur einstecken müssen, sie können auch austeilen: Ihr Verhältnis zu Winterthur empfinden sie als so distanziert, dass die zweitgrösste Stadt des Kantons auf der Landkarte der Sympathien irgendwo in Süddeutschland zu liegen käme. Am härtesten trifft es allerdings die Aarauer: Ihre Stadt belegt auf der Rangliste der beliebtesten Städte den letzten Platz. Eine gewisse Sympathie erfahren sie immerhin von den Schaffhausern. (pd/lol)



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