17.01.2015

Cartoonmuseum Basel

Diskussionsplattform zum Thema "Was darf Satire?"

Reaktion auf den Anschlag gegen die "Charlie Hebdo" in Paris.

Zusammen mit anderen Karikaturenmuseen in Deutschland und Österreich eröffnet das Cartoonmuseum Basel im Frühling eine Diskussionsplattform zum Thema "Was darf Satire?". Damit reagieren die Häuser auf den Terroranschlag gegen die Zeitschrift "Charlie Hebdo" in Paris.
 
"Charlie Hebdo" werde vorgestellt, bestätigte Anette Gehrig, Direktorin des Cartoonmuseums in Basel, am Freitag eine Meldung der Nachrichtenagentur dpa. Im Internet würden auch Arbeiten der in Paris getöteten Zeichner gezeigt, sagte sie zur Nachrichtenagentur sda.
 
Vor allem aber gehe es um eine sachliche und wissenschaftliche Aufarbeitung der Frage, was Satire dürfe, betonte Gehrig. Wichtig sei in diesem Zusammenhang das Thema Religion. Entstehen solle ein Reflexionsraum, wo Interessierte sich informieren und austauschen könnten.
 
Wann die Plattform eröffnet wird, ist laut Gehrig, die als Kuratorin beteiligt ist, noch nicht genau festgelegt, sicher aber im kommenden Frühling. Neben dem Cartoonmuseum Basel beteiligen sich folgende Häuser am Online-Projekt: das Museum Wilhelm Busch in Hannover, das Caricatura-Museum in Frankfurt am Main, die Caricatura in Kassel und das österreichische Karikaturmuseum Krems.
 
Das Frankfurter Museum besitzt eine grosse "Charlie Hebdo"-Sammlung, die dem Haus vor einigen Jahren von einem privaten Sammler vermacht worden ist. Daraus sollen Zeichnungen in der Online-Schau präsentiert werden, sagte Caricatura-Chef Achim Frenz in Frankfurt der dpa. (sda/dpa) 


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