20.03.2022

NZZ Edition

Erstmals eine digitale Kunstserie im Angebot

Der deutsche Fotograf Michael Wesely hat mit dem anonymen Künstlerkollektiv Flowtys exklusiv für die NZZ eine NFT-Kunstedition um das Motiv des Tulpenstrausses geschaffen.

Mit ihrer Zusammenarbeit vereinen der etablierte Fotokünstler Michael Wesely und das in der Krypto-Szene als Trendsetter bekannte Künstlerkollektiv Flowtys die alte und die neue Kunstwelt: Entstanden sind Motive von neun verschiedenen Tulpensträussen, die alle den Prozess des Verfalls festhalten. Jedes Werk ist mit einem Non-Fungible Token (NFT) verknüpft und bestätigt beim Erwerb das Eigentumsrecht am digitalen Kunstwerk, wie es in einer Mitteilung heisst. 

Stillleben Nr. 6, Triptychon_Bild 3

Michael Wesely, bekannt für seine Blumen-Stillleben mit Belichtungszeiten von oft mehreren Tagen, hat sich intensiv mit dem Motiv des Tulpenstrausses befasst und den Verwelkungsprozess fotografisch festgehalten. Während rund zwei Wochen war seine Kamera auf jeweils einen Strauss gerichtet und fing alle vier Sekunden ein Bild ein. Wesely hat die unzähligen Fotografien geprüft und zusammengeführt. Das Ergebnis ist eine Werkreihe, welche die Abfolge der Zeit simultan dokumentiert: Auf den unscharfen Bildern ist jeweils nicht nur ein einzelner Moment zu erkennen, sondern die gesamte Veränderung der Tulpen – von ihren Anfängen bis zu ihrem Vergehen.

Das Künstlerkollektiv Flowtys hat Weselys Werkreihe auf eine digitale Ebene gebracht, wie es weiter heisst. Das digitale Kunstwerk durchlaufe seinen gesamten Lebenszyklus und erblühe danach von neuem. Dies geschieht – je nach Kunstwerk – in verschiedenen Geschwindigkeiten. Für den Betrachter sei das Kunstwerk bei jedem Hinsehen anders.

«Während das Einfangen des Motives Michael Weselys Teil des Kunstwerkes ist, ist dessen Wiedergabe der von uns. Hierfür haben wir einen Smart Contract entwickelt, welcher das auf der Blockchain liegende digitale Kunstwerk mit dem Fortschreiten der Zeit verändert und das optische Altern ermöglicht», lassen sich die Digitalkünstler von Flowtys in der Mitteilung zitieren. Das Ergebnis sei ein zeitgemässes Memento Mori.

Wesely hat zusätzlich zur gemeinsamen NFT-Edition eine serielle, physische Werkreihe entwickelt: Von jedem der neun Tulpensträusse gibt es ein Triptychon sowie ein Einzelmotiv. Die Auflage ist auf jeweils drei Exemplare beschränkt, wie es weiter heisst. Weitere Informationen zu den physischen Werken des Künstlers sind verfügbar unter diesem Link.  

Die NFT-Werke sind am 18. März während 24 Stunden über die NFT-Plattform Nifty Gateway erhältlich. Die vollständige Kollektion wird hier vorgestellt. Von jedem NFT-Verkauf fliessen 10 Prozent an ein Hilfsprojekt der SOS-Kinderdörfer in die Ukraine. (pd/tim)



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