07.08.2022

Hans Ringier Stiftung

Estnische Premierministerin geehrt

Der «Europapreis für politische Kultur» geht dieses Jahr an die estnische Premierministerin Kaja Kallas. Mit ihr werde eine grosse Persönlichkeit der europäischen Freiheitskultur ausgezeichnet, begründet die Hans Ringier Stiftung die Wahl.
Hans Ringier Stiftung: Estnische Premierministerin geehrt
Die Auszeichnung fand im Hotel «Castello del Sole» in Ascona statt (v.l.): Ignazio Cassis, Schweizer Bundespräsident, Frank A. Meyer, Präsident der Hans Ringier Stiftung, Kaja Kallas, Premierministerin Estlands,und ihr Ehemann Arvo Hallik (Portrait von Künstlerin Tania Jacobi). (Bild: Ringier)

Kaja Kallas erhielt am Samstag in Ascona den «Europapreis für politische Kultur» der Hans Ringier Stiftung. «Kaja Kallas ist eine mutige Frau – und sie ist weit mehr als das: Estlands Premierministerin steht für den Mut eines kleinen Landes in gefährdeter Zeit. Sie plädiert für entschlossenen Widerstand des Westens gegen Putins verbrecherischen Krieg: Auf Verhandlungen mit dem Diktator sei zu verzichten, ‹bis die Ukraine frei ist›. Kaja Kallas spricht für eine Nation von etwas mehr als der Grösse der Schweiz, die als unmittelbarer Nachbar Russlands der Aggressivität des Kremls ganz besonders ausgesetzt ist – und 50 Jahre der gewaltsamen Unterdrückung durch das Moskauer Regime hinter sich hat. Die Staatsfrau und mit ihr 1,3 Millionen Einwohner Estlands stehen, wenn man so will: an vorderster Front für die Freiheit der westlichen Welt,» kommentiert der Präsident der Hans Ringier Stiftung Frank A. Meyer die Wahl der diesjährigen Preisträgerin.
 
Ignazio Cassis, Schweizer Bundespräsident, würdigte die Preisträgerin in seiner Laudatio: «Durch das deutliche Ansprechen von Ungerechtigkeit, wo diese geschieht, durch das deutliche Aussprechen, wenn Menschenrechte verletzt werden, sind Sie zu einer gewichtigen europäischen Persönlichkeit geworden. Sie stehen seit gut anderthalb Jahren als Premierministerin für unsere westlichen Werte, unsere gemeinsamen Werte ein. In einer Demokratie geht es auch darum, die Wahrheit am Leben zu erhalten. Wenn wir dies tun wollen, braucht es den Mut, die Unwahrheit zu demaskieren».
 
Die Auszeichnung fand im Rahmen des traditionellen «Dîner Républicain» statt, das alljährlich auf Einladung von Frank A. Meyer im Hotel «Castello del Sole» in Ascona stattfindet. Der mit 50 000 Euro dotierte Europapreis wurde zum sechzehnten Mal verliehen und ging zuvor an Jean-Claude Juncker, Boris Tadić, Jürgen Habermas, Pascal Lamy, Jean-Claude Trichet, Hans-Dietrich Genscher, Donald Tusk, Wolfgang Schäuble, Heinrich August Winkler, Mario Draghi, Frank-Walter Steinmeier, Margrethe Vestager, Sir Christopher Munro Clark, Zuzana Čaputová und Peter Sloterdijk. (pd/mj)



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