14.08.2019

Todesfall

Fotograf und Kameramann Rob Gnant ist tot

Kurz vor seinem 87. Geburtstag ist einer der bedeutendsten Reportage-Fotografen der Nachkriegszeit gestorben.
Todesfall: Fotograf und Kameramann Rob Gnant ist tot
Der Schweizer Fotograf Rob Gnant, hier 2003 vor einem seiner Bilder. (Bild: Keystone/Eddy Risch)

Der bekannte Schweizer Fotograf und Kameramann Rob Gnant ist tot. Der Fotograf, Kameramann und Filmautor ist laut Angaben seiner Familie vom Mittwoch bereits am 4. August vier Tage vor seinem 87. Geburtstag in Zürich gestorben. Gnant hatte die letzten Jahre in einem Pflegeheim in der Stadt verbracht, wie seine Familie und das Filmkollektiv Zürich in Todesanzeigen im «Tages-Anzeiger» mitteilten.

Der Fotograf hinterlässt ein Werk mit über 200'000 Negativen. Gnant habe mit seiner Fotografie das Anliegen verfolgt, Soziales mit Ästhetischem zu verknüpfen, schreibt die Stadt Zürich auf ihrer Webseite. Fachleute bezeichnen in als «Van Gogh der Fotografie». Schwerpunkte seiner häufig in Schwarz-Weiss gehaltenen Bilder bildeten dabei die verschiedenen Arbeitswelten, die Aussenseiter der Gesellschaft sowie das Leben auf dem Land.

«Bei mir haben die Menschen immer gewusst, wann ich sie fotografiere», sagte Gnant dem «Tages-Anzeiger» im Jahr 2015. «Ich war kein Heckenschütze.» Zu Gnants Markenzeichen, der auch Stars wie die Rolling Stones und Operndiva Maria Callas ablichtete, zählte demnach die respektvolle Distanz zu den Fotografierten. Auf seinen Fotos sind Menschen selten allein, Gnant zeigt sie meist als Teil einer Umgebung. (sda/cbe)

 

 



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