Ausgangspunkt ist ein fiktiver Aufklärer namens «Chase». Er behauptet, die Schweizerinnen und Schweizer hielten ihren Herbst vor dem Ausland geheim. «Die Schweiz versteckt ihren Herbst, um ihn für sich allein zu haben», lautet sein Vorwurf, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Nach Darstellung von Schweiz Tourismus erhält die Jahreszeit international zu wenig Aufmerksamkeit. Mit der Kampagne will die Tourismusorganisation die Zwischensaison stärker positionieren und den Ganzjahrestourismus fördern.
Die Kampagne ist in drei Phasen gegliedert. Zum Auftakt wurde das Video von «Chase» ohne Absender über verschiedene Kanäle verbreitet. Influencer griffen es auf und trugen die Geschichte in ihre Communitys weiter; als Beispiel nennt die Mitteilung Andy Jiang. Die anonyme Phase sei «bewusst kurz» gewesen, sagte Martin Pally, bei Schweiz Tourismus für die Kampagnen verantwortlich, Anfang Oktober in einem persoenlich.com-Interview.
In der zweiten Phase trat Schweiz Tourismus als Absender auf und veröffentlichte den Hauptfilm mit einem offiziellen Dementi sowie ein Statement von Direktor Martin Nydegger.
85 Partner, darunter Swiss, Graubünden Ferien, Lausanne Tourismus und die Schweizerische Südostbahn, beteiligen sich mit eigenen Dementi-Videos und Posts. In einer dritten Phase sollen weitere «Herbstgeheimnisse» enthüllt werden, hinter denen konkrete Ferientipps stehen. Ziel sind laut Mitteilung Herbstferienbuchungen in der Schweiz.
Die Kampagne läuft in den USA, im Vereinigten Königreich, in Deutschland und in Frankreich. Sie ist den ganzen Herbst über auf Meta, TikTok und YouTube zu sehen und wird durch Paid und Earned Media in der Schweiz und im Ausland ergänzt. Den Hauptfilm hat Hillton umgesetzt, die Partnerinhalte produzierte laut Pally Maybaum.
Mit dem Ansatz verzichtet Schweiz Tourismus erstmals seit fünf Jahren auf Roger Federer. Die Partnerschaft lief im Dezember 2025 aus. Das Budget liegt laut Pally in der Grössenordnung bisheriger Herbstkampagnen. Ob die Idee fortgesetzt wird, ist offen. Schweiz Tourismus will zuerst die Wirkung analysieren. (pd/cbe)
Credits
Verantwortlich bei Schweiz Tourismus: Martin Nydegger (CEO), André Hefti (Chief Marketing Officer), Martin Luis Pally (Head of Campaigns), Natalie Schönbächler (Head of Media), Oliver Nyffeler (Head of Productions), Janine Allemann (Campaign Manager/Project Lead), Anja Vera Liebe (Social Media Manager), Julijana Blatancic (Marketing Distribution Manager), Jean-Claude Raemy, Liên Burkhard, Yanick Gourdin (Corporate Communications), Anouk Blum, Lea Zwirner, Susanne Berther, Jan Karlen, Pascal Francis Béda Bloch, Nicola Fürer, Kim Valery Volken, Sariana Berchtold (Productions), Emilie Ditesheim (Campaigning), Delia Nonini (Partner Management), Timon Ingold, Julia Wunsch, Vera Hüsler (Community Management), Fabio Zurmühle (Markt USA), Sandra Bermudez (Markt Frankreich), Tassja Dâmaso, Charlotte Salewski (Markt Deutschland), Alex Herrmann, Simon Henwood, Myriam Ziesack (Markt UK), Yamuna Betschart, Chantal Mayr (Markt Schweiz), Daniela Wüschner, Sarah Haslebacher, Daniela Bernet (Strategic Partnerships), Carole Serafin, Mark Diggelmann (Digital), Flurina Kuster, Katja Ramp, Shania Müller (CRM); verantwortlich bei Wirz Group: Livio Dainese, Jan Kempter, Patric Franz, Suzana Kovacevic, Raphael Hirt, Lily Bolleter, Constantine Wrage; verantwortlich bei Hillton: Pelle Gøtze (Regie), Jonas Blond (DOP), Martin Lundgaard Pedersen (Edit), Mona Bertschinger, David Bertschinger, Yanik Müller (Executive Producer), Flair (VFX), Rasmus Christian Pedersen (Musik), Jingle Jungle (Vertonung).

