24.10.2019

Solothurner Filmtage

Heidi Specogna ist Ehrengast

Der Schweizer Dokumentarfilmregisseurin widmet das Filmfestival 2020 ihr Spezialprogramm «Rencontre».
Solothurner Filmtage: Heidi Specogna ist Ehrengast
Die 55. Solothurner Filmtage widmen das Spezialprogramm «Rencontre» der Regisseurin, Autorin und Produzentin Heidi Specogna. (Bild: Solothurner Filmtage)

Heidi Specogna, die wichtige Autorin des europäischen Kinodokumentarfilms, wird prominent an der 55. Ausgabe der Solothurner Filmtage im kommenden Januar vertreten sein. Die gebürtige Bielerin steht für den politischen Dokumentarfilm. Vor allem bekannt ist sie für «Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez» (2006), «Das Schiff des Torjägers» (2010), «Carte Blanche» (2011) oder «Cahier Africain» (2016).

Für ihre Filme, mit denen sie sich erst Lateinamerika und dann Afrika gewidmet hat, wurde Specogna vielfach ausgezeichnet. Erst im August ehrte sie die Deutsche Akademie der Künste mit dem renommierten Konrad-Wolf-Preis. Zuvor brachte ihr «Cahier Africain» den Schweizer Filmpreis in der Kategorie Dokumentarfilm und den Deutschen Filmpreis Lola ein. Auch für «Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez» war sie mit dem Schweizer Filmpreis in der Kategorie Dokumentarfilm als auch mit dem deutschen Grimme-Preis ausgezeichnet worden.

Specogna wurde 1959 in Biel geboren und lebt heute in Berlin. Sie hat die Journalistenschule in Zürich besucht und anschliessend für verschiedene deutschschweizerische Medien gearbeitet. Nach ihrem Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin ist sie seit 2003 Dozentin für Dokumentarfilm an der Filmakademie Ludwigsburg.

Filmischer Blick auf die Realität

An den Solothurner Filmtagen werden nun im Rahmen des Spezialprogramms «Rencontre» die Schlüsselwerke ihres Schaffens gezeigt. Zudem ist sie persönlich anwesend. In einer Masterclass gibt sie zusammen mit ihrem Cutter Kaya Inan Einblick in den Schnittprozess ihres aktuellen Filmprojekts «Wachs und Gold»; der Film wird derzeit in Äthiopien gedreht.

Heidi Specogna zeige «ebenso präzise wie sensibel» die geopolitischen Zusammenhänge auf und werfe einen zweiten filmischen Blick auf die Realität. «Sie beobachtet, recherchiert, lässt sich Zeit, bleibt dran, fragt nach und bringt schliesslich gesicherte Fakten ans Licht», lobt Anita Hugi, Direktorin der Solothurner Filmtage, in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Das «Rencontre» an den Solothurner Filmtagen gibt es seit 1996. Zu den bisher Geehrten gehören Regisseurinnen oder Regisseure wie Christoph Schaub, Léa Pool oder Alain Tanner, zudem Schauspielerinnen und Schauspieler wie Bruno Todeschini, Urisna Lardi, Marthe Keller oder Bruno Ganz. Die 55. Ausgabe der Solothurner Filmtag findet vom 22. bis 29. Januar statt. (sda/cbe)



Kommentar wird gesendet...

Kommentare

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Anzeige
Zum Seitenanfang20191117

Die Branchennews täglich erhalten!

Jetzt Newsletter abonnieren.