17.12.2012

ESC

Heilsarmee darf nicht in Uniform antreten

Im Januar wird entschieden, ob ESC-Kriterien erfüllt werden.

Die sechsköpfige Heilsarmee-Band wird die Schweiz am Eurovision Song Contest (ESC) 2013 im schwedischen Malmö wohl vertreten dürfen - allerdings werden die sechs Berner Salutisten und Salutistinnen bei dem TV-Auftritt auf ihre Uniformen verzichten müssen. Diese Auflage sei dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) mitgeteilt worden, erklärte ESC-Sprecher Jarmo Siim am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Im Januar werde das zuständige Gremium definitiv befinden, ob der Schweizer Beitrag die Kriterien der Europäischen Rundfunkunion (EBU) erfülle. Nicht gestattet sind gemäss den Regeln der EBU Songs, die eine politische oder kommerzielle Botschaft enthalten. Beim Siegertitel "You and Me" ist dies nicht der Fall, wie Siim bestätigte.

Die sechs Berner Salutisten und Salutistinnen zwischen 20 und 94 Jahren konnten sich am Wochenende mit 37,54 Prozent der Televoter-Stimmen deutlich gegen die ebenfalls hoch favorisierte Westschweizer Band Carrousel (17,26 Prozent) durchsetzen. Kritische Stimmen meldeten sich aus der ESC-affinen Gay-, Lesbian- und Transgender-Szene: Sie bezeichneten die Heilsarmee, die sowohl Hilfswerk wie Freikirche ist, als homophob. Die lesbische ESC-Beirätin Hella von Sinnen prognostizierte, die europäischen Homosexuellen würden nicht für die Heilsarmee voten. (sda)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen