18.10.2021

SRF

Letzter «Dok»-Film von Hanspeter Bäni

Im Film wird die Familie Epp aus dem Maderanertal im Kanton Uri porträtiert und begleitet – über 20 Jahre lang. Diese Langzeitdokumentation wurde von Hanspeter Bäni realisiert. Das ausserordentliche Projekt ist gleichzeitig sein letzter «Dok»-Film vor seiner Pensionierung.
SRF: Letzter «Dok»-Film von Hanspeter Bäni
«SRF Dok»: Die Bergbauernfamilie Epp wird mehrmals vom Schicksal schwer getroffen. (Bild: SRF)

Lawinen im Winter und Steinschlag im Sommer bedrohen den Weiler Acherli oberhalb von Bristen im Kanton Uri, wo die Familie Epp seit vier Generationen lebt. Das Gras muss in den unwegsamen Wiesen von Hand mit der Sense gemäht werden. Für die Schwerstarbeit über all die Jahre hindurch bezahlt der Bergbauer einen hohen Preis: Aufgrund massiver Abnutzung seiner Gelenke kann er den Alltag nur dank Hilfe seiner Kinder bewältigen.

Als eines von ihnen sich bereit erklärt, den Hof zu übernehmen, beginnt der Zusammenhalt in der Familie zu bröckeln. Zudem müssen die beiden Töchter und der Sohn ein Trauma verarbeiten: Ihre leibliche Mutter wird zu neun Jahren Haft verurteilt. Sie habe ihren zweiten Mann getötet, den sie nach der Scheidung von Sepp Epp geheiratet hat.

Während fast 20 Jahren dokumentierte Hanspeter Bäni das Leben der Bergbauernfamilie Epp. Der Film zeigt, wie eine neue Generation heranwächst und von Schicksalsschlägen immer wieder getroffen wird.

Ausstrahlung: Donnerstag, 21. Oktober 2021, 20.05 Uhr, SRF 1 (pd/lol)



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Kommentare

  • Andreas Frei, 25.10.2021 21:09 Uhr
    Sehr geehrter Herr Bäni Ihre DOK Reportage der Familie Epp hat mich sehr beeindruckt, nicht zuletzt deshalb, weil ich als forensischer Psychiater mehrere Fälle von Menschen aus d Madereanertal und dessen Umfeld (inkl. Dragica E.) zu beurteilen hatte und ich letztlich ein weniger positives Bild erhielt als ihre Reportage einem letztlich doch vermittelt. Beeindruckt hat mich insbesondere, wie die Töchter der Familie Epp doch alle es geschaft haben, einenqualifizierten Beruf zu erlernen. M. f. G. A. Frei
  • Barbara Wiss, 25.10.2021 17:27 Uhr
    Ein Meisterwerk, das mich ca. alle 10 Min. zu Tränen rührte. So abgeschieden wohnen, mit so viel Schatten, ob durch fehlende Sonne oder durch Schicksale, und trotzdem solch herzensgute Menschen mit soviel Sonne im Herzen erzeugt in mir grössten Respekt. Und trotzdem, dass so abgeschieden und mit soviel Bescheidenheit gewohnt wird, ist total modernes Denken vorhanden. Einmal mehr zeigt es, dass man noch so weit von jeglicher kapitalistischer Zivilisation entfernt sein kann, und nirgends ist hinterwäldlerisches Denken vorhanden, was ich extrem bewundere. Wow, was für starke Charaktere.
  • Regina Wyss, 21.10.2021 22:31 Uhr
    Der Dokfilm ist sehr sehr eindrücklich! Wie die Kinder von Sepp Epp ihren Vater unterstützen ist unglaublich eindrücklich. Eigentlich sollte man die Tochter und ihren Mann Stefan Epp Roos mit einem Growdfunding unterstützen. Wer hilft mit? Wäre eine gute Sache, diese Familie Epp hätte Unterstützung mehr als verdient.
  • Urs Meyer, 21.10.2021 22:25 Uhr
    Eine sehr gute Dokumentation, die unter die Haut geht und einem zum Denken anregt. Herzliche Gratulation zu dieser tollen Sendung. Diese wird für viele Zuschauer lange nachwirken, da sie voll aus dem Leben gegriffen ist und die Realität in eindrücklicher Weise wiedergibt. Besten Dank für die Sendung Freundliche Grüsse Urs Meyer
  • Cornelia Czerny , 21.10.2021 20:45 Uhr
    Hallo Hanspeter es ist eine Ewigkeit als wir in Meilen zur Schule gingen. Ich habe soeben deinen Artikel in der Weltwoche gelesen. Super, einfach großartig. Den Film werde ich mir auch noch anschauen. Sei herzlich gegrüßt Cornelia
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