23.05.2013

Pussy Riot

Maria Aljochina bleibt in Haft

Paul McCartneys Appell hat nicht genützt.

Die russische Justiz bleibt hart: Auch auf Bewährung darf ein Mitglied der kremlkritischen Gruppe Pussy Riot nicht aus dem Straflager. Selbst der Einsatz von Ex-Beatle McCartney ändert daran nichts.

Ein Gericht in der Stadt Beresniki am Ural lehnte am Donnerstag eine Entlassung der inhaftierten Maria Aljochina ab, wie die Agentur Interfax meldete.
 
Aus Protest gegen ihren Ausschluss von der wichtigen Verhandlung ist die 24-Jährige im Hungerstreik. Zuvor hatte Ex-Beatle Paul McCartney in handschriftlichen Briefen das Gericht um Gnade für Aljochina sowie die ebenfalls inhaftierte Nadeschda Tolokonnikowa gebeten.
 
"Meine persönliche Meinung ist, dass eine weitere Einkerkerung von Maria schädlich für sie und die gesamte Situation wäre, die natürlich von Menschen auf der ganzen Welt verfolgt wird", heisst es in einem Brief McCartneys, den Anhänger von Pussy Riot im Internet veröffentlichten.
 
In einem zweiten Brief bat der Brite auch um Milde für Tolokonnikowa. "Ich glaube, dies wird den Geist des Fair Play zeigen, für den das russische Volk bekannt ist, und eine Situation erleichtern, die immer schwieriger wird für uns alle, die wir an Mitgefühl und Gerechtigkeit interessiert sind", schrieb McCartney.
 
Er hatte Pussy Riot bereits vor dem umstrittenen Prozess im August 2012 unterstützt. Die jungen Frauen waren nach einem Protest gegen Kremlchef Wladimir Putin in einer Kirche wegen "Rowdytums aus religiösem Hass" zu je zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. (sda)

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