08.07.2013

Zürcher Theater Spektakel

Mehr als 40 Produktionen aus aller Welt

34. Ausgabe des Festivals in sechs Sparten eingeteilt.

Mit mehr als 40 Theater-, Tanz- und Musikproduktionen aus aller Welt lädt das Zürcher Theater Spektakel zu seiner 34. Ausgabe. Das Festival dauert vom 15. August bis 1. September. Menschen mit Handicap wird der Zugang erleichtert.

Auf ein Motto verzichtet die Spektakel-Leitung. Dafür sorgt die Einteilung des vielfältigen Programms in sechs Sparten für klare Strukturen. Am stärksten vertreten sind Theaterstücke. Zu sehen sind deren elf vor allem aus Europa, aber auch aus Israel, Brasilien und Argentinien. Für die Eröffnung am 15. August in der Werft sorgt der Franzose Philippe Quesne mit der Theater-Performance "Swamp Club".

In dieser Sparte sind zwei Uraufführungen angesagt, wie der Künstlerische Leiter Sandro Lunin am Freitag vor den Medien erläuterte: Die Schweizer Kolypan-Produktion "Miiis! - Weltpolitik im Sandkasten" und die schweizerisch-kosovarische Theater-Performance "Love.State.Kosovo" der Performerin Beatrice Fleischlin und der Regisseurin Antje Schupp.

Star-Choreograf Lloyd Marengo
Zwei Premieren gibts auch in der Sparte Tanz. Unter dem Titel "a-maze" bringen Tänzerinnen und Tänzer aus Zürich, Den Haag und Tel Aviv eine Choreografie des niederländischen Breakdance- und Hip-Hop-Stars Lloyd Marengo auf die Seebühne. "Badke" heisst das neue Stück der belgischen Truppe Les ballets C de la B. Unter diesem Titel dekonstruieren Tänzerinnen und Tänzer aus Palästina ihren traditionellen Volkstanz.

Wie schon 2012 unterhält das Theater Spektakel die Sparte "Short Pieces". Programmiert sind neun kurze Stücke, Solos und Duos junger Künstlerinnen und Künstler. Geografischer Schwerpunkt ist Südostasien. Die Uraufführung hier kommt aus Südafrika: Es ist die Video-Performance "Inkukhu ibeke iqanda" der Schauspielerin und Tänzerin Chuma Sopotela aus Kapstadt.

Weiter stehen insgesamt rund 20 Produktionen in den Sparten "Nouveau Cirque, Cabaret & Mime", "Konzerte" und "Open-Air & Installationen" auf dem Programm. Erstmals zu sehen ist das schweizerdeutsche und italienische Theaterstück "Knacks" von Ueli Bichsel & Silvana Gargiulo.

Leute mit Handicap sind willkommen
Wie immer vergibt die Zürcher Kantonalbank den Förderpreis. Nominiert sind fünf Produktionen. Preisverleihung ist am 31. August (18 Uhr). Neu ist das Projekt "Inklusiv". Der Titel bedeutet, dass am Spektakel niemand ausgeschlossen werden darf, wie Peter Haerle, Direktor Kultur Stadt Zürich, sagte. Er meinte damit insbesondere Menschen mit Handicap: Leute im Rollstuhl, Seh- oder Hörgeschädigte.

Rollstuhlgängig ist das Festival seit Jahren. Erstmals jedoch gibt es dieses Jahr drei Stücke mit Übersetzungen in Gebärdensprache (D) und drei Vorstellungen mit Live-Audiodeskription. Das Projekt "Inklusiv" soll dazu beitragen, Barrieren abzubauen. Ein Ziel, dem das Theater Spektakel, auch was die Auswahl der Stücke betrifft, seit je verpflichtet ist.

Schliesslich gibt es noch ein Wechsel in der Theaterleitung zu vermelden: Nach vielen Jahren geht Cornelia Howald im November in Pension. Neue Leiterin Organisation & Finanzen wird Delphine Lyner. (sda)

 

 


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