17.07.2026

Landesmuseum

Neue Schau über die Wirkung von Design

Das Landesmuseum Zürich zeigt bis 4. April 2027 die Ausstellung «Grafik. Visuelle Gestaltung im Alltag». Sie präsentiert Objekte aus der Sammlung des Schweizerischen Nationalmuseums – von Verpackungen über Plakate bis zu Leitsystemen.

Der erste Teil der Schau widmet sich der Wirkung von Gestaltung. Anhand historischer Plakate und Inserate wird gezeigt, wie Werbung über Jahrzehnte Rollenbilder transportierte, etwa Frauen als Hausfrauen oder Dekoration, Männer als kompetent und dominant. Ein weiterer Schwerpunkt behandelt Gesundheit, Konsum und «Swissness»: Werbung für Tabak, Alkohol oder verarbeitete Lebensmittel stellte lange Genuss und Freiheit in den Vordergrund. Zudem wird gezeigt, wie Schweizerkreuz, Berge oder Wilhelm Tell Werte wie Qualität und Präzision visuell vermitteln, sowie wie der «Swiss Style» international zum Markenzeichen wurde. Die Ausstellung thematisiert laut einer Mitteilung auch exotisierende und rassistische Darstellungen in der visuellen Kommunikation.


Der zweite Teil widmet sich dem Entstehungsprozess grafischer Gestaltung. Entwürfe von Paul Brühwiler, Theo Ballmer, Donald Brun, Ruedi Külling und Siegfried Odermatt zeigen den Weg von der Idee zum fertigen Plakat. Weitere Exponate stammen aus den Bereichen Signaletik, Corporate Design und Produktgestaltung, darunter die Orientierungssysteme der EPFL und von Monte Verità, das Corporate Design der Stadt Luzern sowie Swatch-Uhren von Robert & Durrer. Auch Verpackungen und Inserate von Marken wie Cementit, Schweppes, BiC und Akris sind Teil der Ausstellung. (pd/cbe)


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