19.06.2007

Illegale Downloads

Neue Verfahren in der Schweiz eingeläutet

Kosten für IFPI sind immens.

Der Interessensverband der Schweizer Tonträgerproduzenten (IFPI) will im Sommer 60 neue Klagen wegen illegaller Musikdownloads einleiten. Das bestätigt Beat Högger von der IFPI in Cash daily vom Dienstag. Insgesamt beläuft sich damit die Zahl der Strafverfahren im Bereich der Musik-Piraterie hierzulande auf 197. Wie die Gratiszeitung berichtet, ist diese Zahl im Vergleich zu unseren deutschen Nachbarn verschwindend klein: Dort wurden seit Anfang des Jahres 25'000 Klagen gegen User mit illegalen MP3-Sammlungen eingebracht.

In der Schweiz sei dies aufgrund der hohen Kosten nicht möglich, so Högger weiter. Will die IFPI nämlich einen User verklagen, muss sie erst seine Identität kennen. Dafür muss der Verband den Internetprovidern 250 Franken pro Auskunft zahlen. Damit würde allein die Vorbereitung einer grossangelegten Klage à la Deutschland über sechs Mio. Franken verschlingen. Pro Verhandlung rechnet Högger zudem mit weiteren 2'000 Franken für Gerichtskosten und weitere Aufwände.


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