23.01.2021

Legendärer US-Talkmaster

Promis und Fans trauern um Larry King

Er sei einer der wenigen Interviewer gewesen, die einen sprechen lassen hätten, heisst es. Sein Herz und Humor würden fehlen.

Der amerikanische Talkshow-Moderator Larry King ist tot. King sei im Alter von 87 Jahren gestorben, berichtete der Nachrichtensender CNN am Sonntag (persoenlich.com berichtete).

Zahlreiche Fans und Prominente betrauerten die Nachricht vom Tod des TV-Moderators im Internet. «Star Trek»-Schauspieler George Takei dankte King via Kurznachrichtendienst Twitter «für die unendlichen Interviews und Einblicke». «Du hast menschlichen Triumph und Fragilität gleichermassen verstanden und das ist keine einfache Aufgabe. Es gab keinen zweiten wie dich und du wirst vermisst werden.» King sei einer der wenigen Interviewer gewesen, die einen sprechen lassen hätten, schrieb Schauspielerin Kirstie Alley. «Legendär.»

Der Moderator Andy Cohen kommentierte, er habe das «frische Format» von Kings CNN-Show geliebt - und die «unglaubliche Stimme» des Moderators. Die Moderatorin Meghan McCain, Tochter des 2018 gestorbenen republikanischen Senators John McCain, schrieb: «Die Welt ist deutlich weniger interessant ohne dich - danke für absolut alles.» Auch Prinz Frederic von Anhalt, der nach eigenen Angaben 67 Mal in einer Talk-Show des Moderators zu Gast war, trauerte um King. «Larry King ? eine TV Legende, ein ausgezeichneter Journalist und einer der liebsten Menschen auf dieser Erde ist tot», teilte von Anhalt mit. «Seine grossartige Persönlichkeit, seine Intelligenz, sein Herz und Humor wird mir jetzt unheimlich fehlen.»

King wurde mit seiner Show «Larry King Live» bekannt, die von 1985 bis 2010 bei CNN zu sehen war. Sein praktisch immer gleiches Outfit mit Hornbrille, Hemd und Hosenträgern wurde zu seinem Markenzeichen (siehe auch Youtube-Video von CNN).

In der Sendung interviewte der vielfach ausgezeichnete Journalist Hollywoodstars, Sportler, Topmanager und Spitzenpolitiker, darunter der russische Kreml-Chef Wladimir Putin und US-Präsidenten von Gerald Ford bis Barack Obama.

Kings Interviewstil war berüchtigt und wird in der amerikanischen Late Night bis heute oft kopiert: King stellte den Prominenten die vermeintlich einfachen Fragen, die Leute auf der Strasse interessieren würde. Schon bald nach ihrem Start im Jahr 1985 wurde die Show für CNN zum Aushängeschild. Sie blieb 25 Jahre auf Sendung, immer wochentags um 21 Uhr. King sei der «frische Interviewer der Berühmten und Berüchtigten» gewesen, schrieb die New York Times in einem Nachruf. Geschätzt um die 50’000 Menschen habe er im Lauf seiner Karriere befragt.

Der 1933 in New York geborene King war mehrfach verheiratet gewesen und hatte fünf Kinder, von denen zwei schon vor ihm starben. (sda/dpa)



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