16.11.2021

Impfwoche

Über 35'000 Erstimpfungen getätigt

Der Kampagnenleiter der nationalen Impfwoche zieht eine positive Bilanz. Insbesondere in der Zentral-, der Ostschweiz und im Tessin gab es mehr Piekse.
Impfwoche: Über 35'000 Erstimpfungen getätigt
Michael Beer, Vizedirektor Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinaerwesen BLV, und Leiter des Projekts Impfoffensive, an einem Point de Presse zur Covid-19-Situation in Bern. (Bild: Keystone/Anthony Anex)

Der Abnahmetrend bei den Corona-Erstimpfungen konnte mit der nationalen Impfwoche gebrochen werden. Über 35'000 Erstimpfungen wurden während der vergangenen Woche vorgenommen, wie Michael Beer, Leiter der Impfoffensive, am Dienstag vor den Medien in Bern sagte. Mehr als 15'000 zusätzliche Impfungen seien getätigt worden. Insbesondere in der Zentral-, der Ostschweiz und im Tessin sei mehr geimpft worden. Im Mittelland sei der Effekt weniger gross gewesen, so Beer, Vizedirektor des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Ziel bleibe weiterhin, unentschlossenen Menschen Beratung zu geben und einfachen Zugang zu Impfungen zu ermöglichen. In allen Kantonen seien Informationskampagnen durchgeführt worden. In 24 Kantonen habe es während der nationalen Impfwoche zusätzliche Angebote wie mobile Einheiten gegeben, diese seien auf 140 verdoppelt worden. Auch die individuelle Beratung sei ausgebaut worden, man habe neue Wege gesucht. Viele Verbände und Sozialpartner hätten das Thema aufgenommen. Auch Künstler hätten sich an Konzerten aktiv für das Thema Impfen eingesetzt, sagte Beer.

Das Thema Impfung sei auch bei der junger Zielgruppe thematisiert worden. «Uns ist bewusst, dass Menschen verschiedene Gründe haben, sich nicht zu impfen», so Beer. «Wir wollten mit den Impfwoche zum Denken anregen». Man sei sich bewusst gewesen, dass der Entscheid für eine Impfung ein paar Tage dauere und nicht so schnell gehe. Der Bund hat mindestens 27 Millionen Franken für die Impfwoche ausgegeben. Die Summe könne noch ansteigen, sagte Beer in Bern. Es seien Verträge mit den Kantonen über 20 Millionen Franken abgeschlossen worden. Der Bund selbst habe 7 Millionen Franken ausgegeben, sagte Beer. Man sei im laufenden Austausch mit den Kantonen, wie die Kampagne weitergeführt werden könne.

Für die Impfoffensive habe man sich kein quantitatives Ziel gesetzt. Jede zusätzliche Impfung helfe, aus der Corona-Pandemie zu kommen. Die Diskussionen über Kosten müsse man zudem im Gesamtrahmen der Pandemiekosten sehen, sagte Beer. (sda/wid)



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