17.05.2020

Schweizer Tatort

Ursprünglich ohne Frauenduo vorgesehen

Bis kurz vor Ende des mehrmonatigen Castings der Krimiserie galt ein bekannter Schweizer Schauspieler als Favorit: Carlos Leal. Dies deckte die SonntagsZeitung auf.
Schweizer Tatort: Ursprünglich ohne Frauenduo vorgesehen
Wurde als politisches Zeichen gewertet: Anna Pieri Zuercher und Carol Schuler als neues «Tatort»-Team. (Bild: SRF)

Als vergangenes Jahr bekannt wurde, dass die beiden Schauspielerinnen Anna Pieri Zuercher und Carol Schuler ab Herbst dieses Jahres als neue Ermitterinnen im Schweizer «Tatort» agieren, wurde dies vielerorts als politisches Zeichen gewertet, fiel deren Ankündigung doch wenige Tage vor dem Frauenstreik im vergangenen Sommer.

Wie Recherchen der SonntagsZeitung nun ergaben, war das Frauenduo ursprünglich gar nicht geplant gewesen. So sei der bekannte Schauspieler Carlos Leal, der bereits als James-Bond-Bösewicht agierte, bis zur Schlussrunde im Rennen gewesen. Urs Fitze, Bereichsleiter Fiktion beim Schweizer Fernsehen, bestätigt dies gegenüber der SonntagsZeitung: «Wir haben nicht von Anfang an nach zwei Frauen gesucht», so der Verantwortliche für die Umsetzung der Serie.

Züriberg gegen Arbeiterkind

Das Konzept des neuen Schweizer «Tatorts» habe es aber zugelassen, so Fitze, noch so spät im mehrmonatigen Casting-Prozess das Geschlecht der Hauptfiguren zu wechseln. Ob Carlos Leal schlussendlich selber absagte oder abgelehnt wurde, ist nicht bekannt. So wenig wie das Konzept des Schweizer «Tatort».

Wichtig hingegen ist laut SRF die soziale Herkunft der Figuren. So dürfte das Spannungsfeld Züriberg gegen Arbeiterkind im ersten «Tatort» eine Rolle spielen, in welchem eine Zeitreise in das Zürich der frühen 80er-Jahre unternommen werde. (ma)



Kommentar wird gesendet...

Kommentare

Kommentarfunktion wurde geschlossen

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Anzeige
Zum Seitenanfang20201126

Die Branchennews täglich erhalten!

Jetzt Newsletter abonnieren.