17.07.2026

Axel Springer

US-Milliardär Peter Thiel bekommt Award

Der Verlag würdigt den Palantir-Mitgründer für seinen Einfluss auf Technologie und Wirtschaft – ein Preisträger, der auch für Kontroversen sorgt.
Axel Springer: US-Milliardär Peter Thiel bekommt Award
Peter Thiel: Der IT-Investor und Palantir-Mitgründer erhält am 24. September in Berlin den Axel Springer Award. (Bild: zVg)

Der umstrittene US-Milliardär Peter Thiel erhält den Axel Springer Award. Man wolle eine Persönlichkeit würdigen, «die in aussergewöhnlicher Weise neue Märkte geschaffen, bestehende Märkte verändert und die technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Debatten unserer Zeit nachhaltig geprägt hat», teilte das Medienhaus Axel Springer mit.

Thiel wolle für die Preisverleihung am 24. September nach Berlin kommen, hiess es. Thiel gehöre zu den seltenen Unternehmern, die nicht nur Unternehmen gründen oder finanzieren, sondern die Richtung technologischer Entwicklung mitbestimmen würden, wird Springer-Chef Mathias Döpfner in der Mitteilung zitiert. «Seine Fähigkeit, langfristig zu denken, gegen den Konsens zu argumentieren und konsequent auf Innovation zu setzen, hat Generationen von Gründern inspiriert.»

Thiel ist bekannt für seine Nähe zu Trump

Der aus Deutschland stammende Thiel ist IT-Investor und Mitgründer des Software-Unternehmens Palantir. Er ist bekannt für seine libertären und rechtskonservativen Positionen, seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump und seine Kritik an liberalen Demokratien.

In letzter Zeit hatten Berichte über Thiels apokalyptische Weltsicht auch seine religiöse Ideologie in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die Frage, ob sich Sicherheitsbehörden auf die umstrittenen Datenanalyse-Produkte von Palantir verlassen sollten, hat in verschiedenen Ländern Debatten ausgelöst.

Mit dem nicht dotierten Axel Springer Award werden Persönlichkeiten geehrt, die in herausragender Weise als Unternehmer Märkte verändern. In der Vergangenheit ausgezeichnet wurden etwa Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Amazon-Gründer Jeff Bezos, Tesla-Geschäftsführer Elon Musk sowie der Erfinder des World Wide Web, Tim Berners-Lee. (awp/sda/dpa/cbe)


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KOMMENTARE

Peter Eberhard
20.07.2026 09:56 Uhr
"Gegen den Konsens zu argumentieren"? Kann man so sagen. Sein zentraler Leitspruch lässt sich auf die Aussage "Demokratie ODER Freiheit" reduzieren. Und mit dem "Katechon" interpretiert er die Bibel auf krudeste Weise. Na dann gute Nacht. Thiel ist mit Abstand der Gefährlichste unter den selbstherrlichen Techies drüben.
Christoph kampka
18.07.2026 03:08 Uhr
Schlechte Wahl, ist insgesamt gegen demokratische Strukturen, kein Vorbild für Gründer,, Innovationen auch bedenkenswer