28.06.2000

Wichtige Neuerungen bei der MACH Basic ab Herbst 2000

Die Basis der Schweizer Media-Forschung passt sich den internationalen Gegebenheiten an.

Im Auftrag der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger wird von der WEMF AG, Werbemedienforschung, jährlich die Studie MACH Basic, Media Analyse Schweiz, durchgeführt. Die "MACH Basic 2000" wird dieses Jahr einige wichtige Änderungen aufweisen, welche einen Vergleich zum Vorjahr 1999 nicht mehr zulassen. Auf internationaler Ebene ergeben sich jedoch wichtige Vorteile. Inhaltlich bestehen die wichtigsten Neuerungen darin, dass ab Herbst 2000 für alle an der MACH teilnehmenden Zeitungen und Zeitschriften "harte" Reichweitenwerte vorliegen werden, die nach dem international üblichen Forschungsmodell LpA (Leser pro Ausgabe) ermittelt wurden. Beim LpA-Ansatz leitet sich die Grösse der Leserschaft im Unterschied zum zur Zeit noch bei uns gebräuchlichen K1-Reichweitenmodell nicht aus der normativen (habituellen) sondern aus der tatsächlichen Nutzung eines Printmediums ab. Dass die Beurteilung eines Titels als Werbeträger sowohl auf quantitativen als auch auf qualitativen Angaben beruhen sollte, ist unbestritten. Doch bis heute fehlen vergleichbare, empirisch abgesicherte Angaben über die Qualität eines Kontakts zwischen Leser und Titel. Die "MACH Basic 2000" sorgt hier für Abhilfe, indem sie für grössere Titel zusätzlich erhebt, wie oft sie in die Hand genommen werden (Anzahl Pick-Ups) und wie gross der Anteil der beachteten Seiten (Lesemenge) ist.

Ob ein Inserat auch tatsächlich beachtet wird, hängt von vielen Faktoren ab – unter anderem auch davon, wie gross die Chance einer Seite in einem Titel ist, aufgeschlagen zu werden. Der neue Kennwert "APX" gibt mit der "MACH Basic 2000" vergleichend Auskunft darüber, wie oft eine Seite in einem bestimmten Titel beachtet wird. Je höher dieser Wert ausfällt, umso grösser ist die Beachtungschance für ein Inserat. Multipliziert man den APX mit der Leserschaft eines Titels, dann ergibt sich die Seitenkontaktsumme (SKS) als neuer aussagekräftiger Kennwert einer zukünftigen Medienselektion. Leider können APX und SKS auch wieder nur für die grösseren Titel erhoben werden, da die Berechnungen auf den Antworten vieler Leser basieren müssen.

In der "MACH Basic 2000" werden die Befragten nicht nur zum Lesen von Zeitungen und Zeitschriften befragt. Neu wird auch gefragt, welche Interessen die Auskunftspersonen haben und welche anderen Medien sie noch nutzen. Diese Angaben ermöglichen intermediale Vergleiche, die Bildung neuer interessanter Zielgruppen und vertiefte Einblicke in die Zusammensetzung der Leserschaften der MACH-Titel. Weitere Informationen zu den wichtigsten Schweizer Media-Forschungsmethoden können der Broschüre "Medienland Schweiz 2000/2001" der Publicitas Swiss Press (Tel. 01 250 37 00) entnommen werden.



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