Der Verteidiger von Inter Mailand erzählt in der Serie von einer Sponsoring-Partnerschaft, die nach zwei Jahren geendet habe. Der Sponsor habe gemeint, er wirke nicht genug schweizerisch und komme beim Zielpublikum nicht genug als Schweizer an. SRF identifizierte das Unternehmen als Volkswagen Schweiz, das 2019 und 2020 einen privaten Vertrag mit Akanji als Markenbotschafter hatte und seit Jahren Sponsor des Schweizerischen Fussballverbands ist. «The Belonging» ist eine vierteilige Produktion von Lomotion, Sky Switzerland und Blue Entertainment, die sich mit Identität, Zugehörigkeit und Rassismus befasst.
Die Amag-Gruppe, exklusiver Schweizer Generalimporteur von VW, distanziert sich laut SRF von jeglicher Diskriminierung. Die Nichtverlängerung sei auf eine generelle Reduktion der Markenbotschafter zurückzuführen. Da es 2020 keinen direkten Austausch mit Akanji, sondern nur mit seinem Management gegeben habe, schliesst das Unternehmen ein Missverständnis in der Kommunikation nicht aus. Akanjis Managerin Vanessa Luperti bestätigt zwar, dass die Gespräche über sie liefen, hält aber fest, Akanjis Darstellung in «The Belonging» werde korrekt wiedergegeben. Eine Möglichkeit zur Stellungnahme in der Dokumentation habe VW abgelehnt.
Für Soziologin und Antirassismus-Expertin Anja Nunyola Glover wäre eine solche Aussage, falls sie tatsächlich so fiel, problematisch. Wer bestehende Vorurteile in Marketingentscheide übernehme, trage dazu bei, diese zu verfestigen. Hans-Willy Brockes, Präsident des ESB Marketing Netzwerks, verweist dagegen auf die Marktforschung: Was als schweizerisch wahrgenommen werde, entscheide letztlich die Bevölkerung.
Zwischen Akanji und VW fand 2025 laut SRF ein klärendes Gespräch statt. Die Sache sei damit abgeschlossen, betonen Akanji und VW. (cbe)


