11.08.2019

Hans Ringier Stiftung

Zuzana Čaputová erhält den «Europapreis»

Die Stiftung hat die slowakische Präsidentin wegen ihres Kampfes für eine wahrhafte Demokratie gewürdigt. Die im März gewählte Zuzana Čaputová kämpft in ihrem Land gegen Korruption und Oligarchie.

Der «Europapreis für politische Kultur» der Hans Ringier Stiftung geht in diesem Jahr an die slowakische Präsidentin Zuzana Čaputová – in Anerkennung ihres Kampfes für eine wahrhaft europäische Demokratie, heisst es in einer Mitteilung.

Die neu gewählte Präsidentin der Slowakei empfing am Samstag in Ascona den «Europapreis für politische Kultur» der Hans Ringier Stiftung. Die bis vor kurzem ausserhalb ihres Landes kaum bekannte Umweltaktivistin und Bürgeranwältin sei das neue Gesicht der Hoffnung für die osteuropäischen EU-Nationen – wie einst Václav Havel, Freiheitskämpfer gegen den Kommunismus und erster Staatspräsident der Tschechischen Republik.

Čaputovás deutlicher Wahlsieg im März dieses Jahres dürfe als historische Wende bezeichnet werden. Mit ihr sei die Leitfigur einer Politik gegen die Macht von Korruption und Oligarchie an die Spitze des jungen Staates gelangt.

«Vor der Entschlossenheit und dem Mut von Zuzana Čaputová kann man sich als europäischer Demokrat nur verneigen; ebenso vor der Entschlossenheit und Klugheit der slowakischen Bürger, sie zu wählen», wird Frank A. Meyer, Präsident der Hans Ringier Stiftung, zitiert.

Europapreis-Preistraegerin


Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, habe die Preisträgerin laut Mitterilung in ihrer Laudatio gewürdigt: «Die slowakische Präsidentin Zuzana Čaputová verkörpert zentrale Themen, die derzeit in Europa im Brennpunkt stehen: Sie setzt sich ein für Rechtsstaatlichkeit, Bürgerrechte und Minderheitenschutz sowie eine solidarische Migrationspolitik.»

Die Preisverleihung fand im Rahmen des «Dîner Républicain» statt. Bei dem von Frank A. Meyer ausgerichteten Anlass würden sich seit nunmehr 46 Jahren Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur in Ascona versammeln.

Den mit 50’000 Euro dotierten «Europapreis» erhielten bereits Jean-Claude Juncker, Boris Tadić, Jürgen Habermas, Pascal Lamy, Jean-Claude Trichet, Hans-Dietrich Genscher, Donald Tusk, Wolfgang Schäuble, Heinrich August Winkler, Mario Draghi, Frank-Walter Steinmeier, Margrethe Vestager und Sir Christopher Munro Clark. (pd/log)



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