15.09.2016

Freundliche Grüsse

Dreckige Luft zurück in die Schweiz

Schweizer Rohstoffhändler verkaufen giftigen Treibstoff nach Afrika. Gemeinsam mit ihren afrikanischen Partnern schickt Public Eye einen Container mit verschmutzter Luft retour an den Absender. Die Agentur kreierte dazu eine mehrstufige Kampagne mit dem Titel «Return To Sender».
Freundliche Grüsse: Dreckige Luft zurück in die Schweiz
Geht zurück an den Absender: Ein Container voller dreckiger Luft. (Bild: zVg.)

Luftverschmutzung ist ein gravierendes Problem in afrikanischen Städten. Für den schädlichen Feinstaub in der Luft sind zu einem grossen Teil Fahrzeugabgase verantwortlich. Obwohl in Afrika viel weniger Autos unterwegs sind als in Europa, ist der Schadstoffausstoss viel höher. Grund sind die giftigen Treibstoffe. Schweizer Rohstoffhändler lenken das schmutzige Geschäft mit diesem Treibstoff.

Dreckige Luft zurück an den Verursacher

Mit «Return To Sender» reagiert Public Eye (ehemals Erklärung von Bern) auf die Missstände. Gemeinsam mit ihren afrikanischen Partnerorganisationen schickt Public Eye dem selbsternannten Branchenleader Trafigura einen Container mit dreckiger Luft an den Hauptsitz in Genf. Während der Reise des Containers sollen mindestens 20'000 Unterschriften gesammelt werden, die dem Rohstoffhändler am Ende des Trips übergeben werden, heisst es in einer Mitteilung von der Agentur Freundliche Grüsse.

Auftakt der Kampagne bildet ein Teaser-Film, der gemeinsam mit Partnern in Accra (Ghana) umgesetzt wurde. Im Film ist die Stadtbevölkerung zu sehen, die dreckige Luft sammelt, in Kanister abfüllt und in den Container verfrachtet.

Als Kampagnenhub wurde die Website dirtydiesel.ch konzipiert. Hier wird das schmutzige Treibstoff-Geschäft mit Info-Grafiken dramatisiert. Afrikanische Vertreter von Hilfsorganisationen und Forschungseinrichtungen kommen zu Wort.

Phase zwei: Container wird verschifft

In der zweiten Phase der Kampagne wird der Container mit der dreckigen Luft in Accra verschifft und kann auf seiner Reise dank Real-Time-Wetterdaten und Web-GL live mitverfolgt werden. Zudem sind verschiedene Social-Media-Aktivitäten geplant. Public Eye mobilisiert seine Regionalgruppen, um auch auf der Strasse Unterschriften zu sammeln.

Verantwortlich bei Public Eye: Susanne Rudolf (Marketing & Fundraising), Floriane Fischer (Online- und Social Media), Andreas Missbach (Leiter Abteilung Rohstoffe); bei Freundliche Grüsse: Creative Direction: Samuel Textor & Pascal Deville, Text/Konzept: David Elmiger, Res Matthys, Art Direction: Alain Aebersold, Beratung: Patrick Biner, Stefanie Schmid, Design: Nadine Mojado, Sean Dünki, Programming: Erwan Eydt, Regie und Produktion: Alexander Meier, Kamera: Derek Stierli. (pd)



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Kommentare

  • Mara Cicevic, 15.09.2016 17:47 Uhr
    Sauber!
  • Dieter Widmer, 16.09.2016 09:07 Uhr
    Der Adressat wird den Container bestimmt auf Kosten des Absenders zurückschicken.

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