02.07.2021

Wunderman Thompson

Herzhaft zugreifen – und trotzdem abnehmen

Mit der «Refill Diet» kämpfen die Agentur und Greenpeace mit einer Prise Humor gegen den Müllinfarkt an. Bei dieser Diät kann man so viel essen, wie man möchte – und die Pfunde purzeln trotzdem.

Einwegprodukte oder Single Use Products (SUP) haben Hochkonjunktur: Bergeweise Kaffeebecher, Geschirr und Besteck aus Karton, Plastik oder Holz werden aufwendig produziert und nach einmaligem Einsatz wieder entsorgt. Total produziert jede Einwohnerin und jeder Einwohner 700 Kilogramm Abfall pro Jahr.

Um dieser katastrophalen Entwicklung entgegenzuwirken haben Wunderman Thompson Switzerland und Greenpeace Schweiz gemeinsam in Co-Creation die «Refill Diet» entwickelt – die erste Diät, bei der man so viel essen kann, wie man möchte und die Pfunde trotzdem purzeln.

Und wie funktioniert diese Diät? Bei der «Refill Diet» verzichtet die Schweizer Bevölkerung eine Woche lang auf SUPs, und das mit der Unterstützung von Gastronomie und Detailhandel. Anstatt üblicherweise sein Essen und Trinken in der Mittagspause aus einem SUP zu konsumieren, können Diätwillige während der «Refill Diet» ihre eigenen Mehrweg-Behälter mitbringen und befüllen lassen. Auf diese Weise kann die Abfallproduktion pro Teilnehmerin und Teilnehmer um bis zu 13,3 Kilogramm pro Woche abnehmen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Wie es sich bei einer anständigen Diät gehört, wird die Konsumentin und der Konsument bei ihrem Ziel, die Pfunde purzeln zu lassen, nicht allein gelassen. Ein schrilles Key Visual, das auf Plakaten und weiteren Medien eingesetzt wird, macht zeitgemäss und provokativ auf die Diät aufmerksam und führt von verschiedenen Touchpoints aus auf die eigens konzipierte Website refilldiet.ch. Dort wird die Refill Diet detailliert erklärt und über das Thema Verpackungsmüll aufgeklärt.

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Das Ziel der Aktion ist es, die Schweizer Bevölkerung auf motivierende Art und Weise für das Abfallproblem und dessen Lösungsansätze zu sensibilisieren. Es gilt Einwegprodukte zu vermeiden und wo immer möglich auf Mehrweglösungen zu setzen – während der Aktionswoche und darüber hinaus.

Zusätzlich kann auf greenpeace.ch und refilldiet.ch ein «Refill Diet-Reminder» bestellt werden – ein Armband im Festivallook, das die Träger daran erinnern soll, die persönliche Mehrweg-Znünibox oder den wiederverwendbaren Kaffeebecher nicht zu Hause zu vergessen. Wer kein eigenes Mehrweggeschirr besitzt, kann natürlich in den Partnerbetrieben welches beziehen und sich so Essen oder Getränke darin abfüllen lassen.

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Die «Refill Diet» soll ein Bewusstsein dafür schaffen, dass das Engagement jedes einzelnen Menschen grosse Auswirkungen haben kann. Innerhalb einer Woche können Konsumenten so erfahren, wie kleine persönliche Einschränkungen zu einem bedeutsamen nationalen Impact führen können.

Zahlreiche Medien wie zum Beispiel moneycab.com, die Schweizer Tageszeitung Tagblatt, Food Aktuell und finanznachrichten.de haben bereits im Vorfeld über die «Refill Diet» berichtet und so mitgeholfen, ein breites Spektrum an Partnern und Teilnehmern für die Aktion zu gewinnen.

Mehr als 130 Restaurants und Detailhändler konnten zum Mitmachen bewegt werden, und das Interesse ist laut Mitteilung nach wie vor riesig. Unter den Partnern befinden sich unter anderem grosse Namen wie Migros, Coop, Tibits, Piu und John Baker.

Das weltweite Abfallproblem ist ein Thema, das Wunderman Thompson Switzerland ein grosses Anliegen ist. So hat die Agentur Greenpeace schon in der Vergangenheit bei einer Zero-Waste-Aktion unterstützt.

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Und deshalb macht Wunderman Thompson Switzerland auch bei der Refill Diet mit und verzichtet in der Woche vom 5. bis am 11. Juli 2021 beim Essen in ihrem eigenen Bistro auf SUPs. Mit gutem Beispiel wollen sie vorausgehen und alle herzlich dazu auffordern, bei der Aktion mitzumachen.

Verantwortlich bei Greenpeace: Romina Pejic (Online Campaignerin und Projektkoordination), Stefan Dürrenberger (Engagement Systems & Analytics), Anita Reber (Marketing Managerin); verantwortlich bei Wunderman Thompson: Deborah Buccarella (Senior Account Managerin), Benjamin Franken (Creative Director), Aylin Friedrich (Lernende Kreation), Sonja Gross (Senior Art Director), Jessica Hagnhofer (Senior Account Managerin), Alisa Lomovceva (Lernende Kreation), Marika Magnuszewska (Art Director), Diego Martinez (Senior UX Director), Matthias Meier (UX Designer), Rafael Pereira (Senior Software Engineer), Shekeb Roya (Software Engineer), Christoph Schäfer (Copywriter), Christian Schirmer (Senior Copywriter); verantwortlich bei Visualeyes International: Katrin Lohmann (Produktion), Karine & Oliver (Fotografie), Karin Frey (Foodstyling), Julia Ritter (Hair & Make up), Jennifer Tschugmell @ Style Council (Styling), Abdel und Fabienne @ Scout Model Agency (Models). (pd/cbe)



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Kommentare

  • Maya Ziegler, 07.07.2021 07:48 Uhr
    Dies ist ein Schritt in die Richtung was die Reduktion der Abfälle betrifft. Offen ist jedoch, wie dies die Schweizer Verpackungsindustrie - Arbeitgeber mit Hunderten von Mitarbeitern - verkraften wird. Jede Medaille hat zwei Seiten.
  • Max Röthlisberger, 04.07.2021 12:30 Uhr
    Gute Idee ! Hoffe, die Leute die es wirklich betrifft, werden auch erreicht.
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