21.02.2023

AWS

Lokale Akteure profitieren von Aussenwerbung

Das Plakat komme vor allem der lokalen Wirtschaft zugute, wie eine Studie von PwC Schweiz zeigt.
AWS: Lokale Akteure profitieren von Aussenwerbung
Der Anteil der kleineren und mittleren Unternehmen sowie Organisationen an den jährlichen Ausgaben für Aussenwerbung liegt bei rund 63 Prozent. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

Eine Studie von PwC Schweiz im Auftrag des Verbandes Aussenwerbung Schweiz (AWS), erhebt erstmals den volkswirtschaftlichen Beitrag der klassischen, analogen und digitalen Werbung auf Standardformaten im öffentlichen Raum. Die Studie zeige gemäss Zahlen aus dem Jahr 2022 die Wichtigkeit und Akzeptanz der Aussenwerbung als lokales und nationales Werbemedium auf, schreibt der Verband Aussenwerbung Schweiz (AWS) in einer Medienmitteilung. Die Studie belege, heisst es darin weiter, dass das Plakat ein bedeutendes Element der Wirtschafts-, Informations- und Meinungsfreiheit sei.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

  • Der untersuchte Teilbereich der Aussenwerbung generierte im Jahr 2022 mit rund 82'500 Werbeträgern (94 Prozent analog/6 Prozent digital) eine direkte Wortschöpfung von 397 Millionen Franken und eine indirekte Wertschöpfung von 304 Millionen Franken.
  • Für jeden Franken Bruttoumsatz fliessen insgesamt rund 0.6 Franken direkt und indirekt als finanzielle Beiträge zurück an die Bevölkerung und die öffentliche Hand. Dabei können besonders lokale Akteure profitieren.
  • Von 227 Millionen Franken Konzessionen und Mietabgaben für die Werbeträger fliessen 152 Millionen Franken an öffentlich-rechtliche Eigentümer. Davon profitiert insbesondere die Bevölkerung vor Ort, da ein signifikanter Teil der Abgaben den Kantonen und Gemeinden zugutekommt. 7 Millionen. Franken Steuereinnahmen gehen zudem an Bund, Kanton und Gemeinde.
  • Die klassische Aussenwerbebranche beschäftigt insgesamt 779 Mitarbeitende und bietet 16 Lernenden die Möglichkeit sich auszubilden. Sie zahlt insgesamt 93 Millionen Franken Löhne und Sozialabgaben.
  • Die Aussenwerbung arbeitet eng mit gemeinwohlorientierten Organisationen zusammen und unterstützt diese mit Leistungen im Wert von 47 Millionen Franken. Sie bietet gesellschaftlich relevanten Themen einen Kanal. Dazu zählen insbesondere Kulturangebote, Wohltätigkeit, Wahlen und Abstimmungen, Notfall- und Krisenkommunikation sowie Aufklärungskampagnen.
  • Die Aussenwerbung wird stark von der lokalen Wirtschaft genutzt. So liegt der Anteil der kleineren und mittleren Unternehmen sowie Organisationen mit weniger als 10'000 Franken jährlichen Ausgaben für Aussenwerbung bei rund 63 Prozent.
  • Der Energieverbrauch der Schweizer Aussenwerbung ist bescheiden und entspricht ungefähr 1.5 Prozent der Energiebilanz der schweizweiten Strassenbeleuchtung in 2021, sowie nur 0.3 Prozent des Stromverbrauchs von Schweizer Rechenzentren in 2019.
  • Die Aussenwerbung trägt zu einem belebten, aber auch gepflegten Stadt- und Ortsbild bei, indem sie - eng abgestimmt hinsichtlich städtebaulicher und räumlicher Aspekte im Rahmen von Plakatierungskonzepten – in Städten und Gemeinden auch öffentliche Infrastruktur finanziert und unterhält (beispielsweise Citypläne, Tramstationen und Buswartehallen).

Über die Studie

Die Studie zeigt den volkswirtschaftlichen Beitrag der Schweizer Aussenwerbung – «Out-of-Home-Media» im Jahr 2022. Sie ist die erste Studie dieser Art und wurde im Februar 2023 das erste Mal erhoben und veröffentlicht. Die Studie untersucht einen Teilbereich der Aussenwerbung, der sich mit der klassischen, analogen und digitalen Werbung auf Standardformaten im öffentlichen Raum (unter anderem Plakate an Strassen und öffentlichen Plätzen) befasst. Nicht untersucht und nicht erhoben im Rahmen dieser Studie wurde die Werbung in und an öffentlichen Verkehrsmitteln. Zur Datenerhebung wurden die fünf grössten Anbieter der Aussenwerbung befragt (APG|SGA, Clear Channel, Neo Advertising, Horizon sowie Livesystems). Unter der Annahme, dass diese Unternehmen rund 95 Prozent der klassischen Aussenwerbeindustrie abdecken, wurden die Daten auf die gesamte klassische Industrie hochgerechnet. Die Studie wurde vom Verband der Schweizer Aussenwerbung in Auftrag gegeben und von der Firma PwC Schweiz durchgeführt. (pd/mj)


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