Die Telefonnummer 142 wurde im Mai 2026 lanciert. Sie ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar und richtet sich sowohl an Menschen, die Gewalt erfahren haben, als auch an ihr Umfeld. Mit der Aufnahme in die Kampagne soll die Nummer einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden – sie ist die zentrale Neuerung der zweiten Welle der Präventionskampagne «Gleichstellung verhindert Gewalt».
Daneben erweitert die Kampagne ihre Themen um zwei neue Sujets: die digitale Kontrolle in Beziehungen sowie Kinder, die von häuslicher Gewalt mitbetroffen sind. Die erste Welle hatte sich auf frühe Warnzeichen von Gewalt im Alltag konzentriert. Die Bildwelt verzichtet laut Mitteilung weiterhin auf drastische Darstellungen.
Zur Einordnung verweisen die Absender auf die Kriminalstatistik: 2025 seien rund 22'000 Straftaten im Bereich häuslicher Gewalt registriert worden, was etwa 44 Prozent aller erfassten Gewaltdelikte entspreche; mehr als die Hälfte der Tötungsdelikte ereigne sich im häuslichen Umfeld.
Getragen wird die Kampagne von einer Allianz aus Bund, Kantonen, Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Organisationen; sie ist Teil der Gleichstellungsstrategie 2030 des Bundes. Seit dem Start hätten schweizweit über 1000 Organisationen Kampagnenmaterial bestellt, heisst es bei Wirz und EBG. (pd/nil)
Credits
Auftraggeberin: Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG), Kampagnen-Fachunterstützung: Bundesamt für Gesundheit (BAG), Kampagnenkonzeption und Umsetzung: Wirz Group AG, Mediaplanung: Konnex – Agentur für Medien-Kommunikation AG.

