Die TAT stellte die Kampagne Anfanf Juli vor und positioniert die sonst als Nebensaison geltende Regenzeit als «grüne Jahreszeit» mit üppiger Vegetation, volleren Wasserfällen und weniger Touristen. TAT-Chefin Thapanee Kiatphaibool wirbt laut Mitteilung für einen ruhigeren Reiserhythmus in dieser Zeit. Die TAT-Büros in London, Paris, Frankfurt, Prag, Stockholm, Moskau und Rom arbeiten dazu mit Airlines, Hotels und Reiseveranstaltern zusammen.
Wie SRF berichtet, äussert sich die Tourismus- und Nachhaltigkeitsexpertin Kannapa Pongponrat Chieochan von der Thammasat-Universität in Bangkok skeptisch gegenüber der Strategie: Hitzewellen seien ein Gesundheitsproblem für alle Menschen und sollten nicht zu Werbezwecken instrumentalisiert werden. Zudem lägen die Temperaturen in Thailand auch während der Regenzeit meist über dreissig Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit – die versprochene Abkühlung finde vor allem in klimatisierten Innenräumen statt, was den eigenen Nachhaltigkeitsbemühungen des Landes widerspreche. Konkrete Erfolgszahlen zur Kampagne kann die Tourismusbehörde laut SRF bislang nicht vorweisen.

