05.01.2022

SWA / LSA

TV-Werbung ist beliebt, OOH wird zulegen

Die Werbebranche blickt zuversichtlich auf das Jahr 2022. Laut dem Branchenindikator 2022 rechnen 62 Prozent der befragten Werbeauftraggeber mit steigenden Umsätzen. Ein Grossteil der Werbegelder dürfte in Offline-Medien fliessen.

Die Schweizer Werbebranche erwartet ein gutes Jahr. Trotz anhaltender Unsicherheiten rund um die Coronapandemie dürften die Umsätze steigen, wie die Umfrage Branchenindikator 2022 zeigt. Von den 145 befragten Marketing- und Kommunikationsverantwortlichen führender Werbeauftraggeber erwarten 62 Prozent, dass die Umsätze in diesem Jahr anziehen werden und 31 Prozent gehen von gleichbleibenden Umsätzen aus. Das teilten der Verband der Werbeagenturen Leading Swiss Agencies (LSA) und der Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA-ASA) am Mittwoch mit.
Zudem rechnen viele werbetreibende Unternehmen mit steigender Profitabilität: Davon gehen rund 45 Prozent der Befragten aus, während nur 10 Prozent einen Rückgang erwarten. Für die Werbebranche seien dies gute Aussichten, schreiben die beiden Verbände weiter. Und auch wenn die Umfrage im Oktober und November durchgeführt wurde, dürfte sich die Lage für die Werbeindustrie bis heute kaum eingetrübt haben.

Bildschirmfoto 2022-01-05 um 13.20.53 Ein Grossteil der Werbegelder – laut Umfrage 38 Prozent – dürfte in die Offline-Medien fliessen. Auf den weiteren Plätzen folgen Werbekanäle wie Digital Advertising, Internetseiten, Event Marketing oder Social Marketing.

Die beliebtesten, weil eingesetzten Offline-Medien der Werbeauftraggeber sind in dieser Reihenfolge Print, OOH/DOOH, DM und TV. Vor allem OOH/DOOH wollen wesentlich mehr Kunden häufiger als weniger im Jahr 2022 für ihre Kommunikation einsetzen (19 Prozent mehr zu 10 Prozent weniger) – ganz im Gegensatz zu Print (10 Prozent mehr zu 27 Prozent weniger).

 

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Bei der konkreten Verteilung des Mediabudgets kann sich schliesslichTV im Jahr 2022 mit einem Anteil von 41 Prozent erneut das grösste Stück vom Werbekuchen sichern. Danach folgen Print (34 Prozent), OOH/DOOH (34 Prozent) und Direct Marketing (25 Prozent). Auf den hinteren Rängen folgen Radio, Kino und «Anderes» wie Events, Sponsoring oder POS.

Über alle Werbekanäle hinweg teile sich das Budget der Befragten etwa je hälftig auf digital und offline auf, wobei im 2022 vermehrt in digitale Werbung investiert werde, heisst es. Gleichwohl blieben TV- und Print-Werbung wichtig.

 

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Neben den Aussichten zum kommenden Jahr wurden die Werbeauftraggeber wieder zu ihren Agenturbeziehungen befragt. Die meistgenannten Informationsquellen für die Auswahl einer Agentur sind derzeit die Empfehlung (83 Prozent), Kontakte mit Agenturleitern (72,1 Prozent) sowie die Agentur-Website/Auftritte (51,5 Prozent).


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Die wichtigsten Kriterien bei der Wahl der Agentur sind aktuell die persönliche Chemie/Kultur (94,2 Prozent) und die Aufgabenstellung/Kompetenzen (91,3 Prozent). Im Vergleich zu 2021 sind die aufwändigen Wettbewerbspräsentation stark zurückgegangen. Alternative Evaluationsverfahren – insbesondere Chemistry Meetings – gewinnen an Bedeutung.

An der Umfrage zum «Branchenindikator 2022» von SWA und LSA haben diesmal 188 namhafte Werbeauftraggeber teilgenommen. Die detaillierten Ergebnisse können in den Geschäftsstellen der beiden Verbände bezogen werden(sda/awp/wid)



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