12.06.2024

Jung von Matt Limmat

Wenn auf Plakaten Pflanzen wachsen

Schweizer Städte sind für klimabedingte Extremwetterereignisse zu wenig gerüstet. Sie regulieren die Temperatur bei Hitze schlecht und absorbieren bei Starkregen nicht effizient genug Wasser. Mit auffälligen Kommunikationsmassnahmen sensibilisiert die Mobiliar nun für nachhaltige Schwammstadt-Konzepte.
Jung von Matt Limmat: Wenn auf Plakaten Pflanzen wachsen

Erst kürzlich haben starke und lang andauernde Niederschläge in der Schweiz und in Süddeutschland grosse Schäden angerichtet. In besiedelten Gebieten tragen die ungenügende Aufnahmefähigkeit der versiegelten Böden zu diesen Katastrophen bei.

Helfen können Klimaanpassungsmassnahmen, die dazu beitragen, dass die Böden Regenwasser speichern können wie ein Schwamm – wie in Schwammstädten. Der mehrfache Nutzen: weniger Hitze, weniger Überschwemmungen und Schäden, mehr Lebensqualität und Biodiversität. Um die Öffentlichkeit für das wichtige Engagement der Mobiliar für Schwammstadt-Projekte in dicht besiedelten Gebieten zu sensibilisieren, geht die Versicherung einen auffälligen Weg, wie es in einer Mitteilung heisst.

Mit echten Pflanzen begrünte Out of Homes in Winterthur sollen die Bevölkerung auf das grosse Potenzial von Schwammstädten hinsichtlich der Schadensprävention aufmerksam machen. Pro Plakat sind es bis zu 100 Pflanzen, die auch bei der Realisierung von Schwammstadt-Konzepten eingesetzt werden. Flankiert werden die «lebenden» Plakate von Streetart-Darstellungen des geschichteten Untergrunds. Diese Erdreich-Motive, auf Folie gedruckt und auf den Boden geklebt, werden neben Winterthur auch in Lausanne eingesetzt, um einen Blick unter die Erdoberfläche zu gewähren. So werden Passantinnen und Passanten auf plastische Weise auf das Thema aufmerksam gemacht.

«Als Genossenschaft ist es uns ein Anliegen, konkrete Beiträge an eine nachhaltige und resiliente Gesellschaft zu leisten. Die Schwammstadt-Initiative ist eines von vielen Engagements, für das wir in der Kommunikation – wie von der Mobiliar gewohnt – einen aussergewöhnlichen Weg gehen», so Florian Knapp, seitens Mobiliar für die Kampagne verantwortlich.

Wolfgang Bark, Managing Creative Director bei Jung von Matt Limmat, ergänzt: «Die Gelegenheit, nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Erklärung eines nachhaltigen Themas begleiten zu dürfen, kommt selten vor. Daher ist es umso wichtiger, eine Idee zu finden, die Eindruck schafft und nachhaltig hilft, das Thema zu verstehen.» (pd/cbe)

Credits

Kunde: die Mobiliar; Agentur: Jung von Matt Limmat, Blish, June Corporate Communications; externe Partner: Witwinkel (Fotografie), Brogleworks (begrünte OOH), Fischer Schriften (Beklebung), Toby Gehri (Design).


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