28.02.2023

Kleinstadt / Volta

Wenn Kinder nicht nach Hause wollen

«I wott no nid hei!» lautet ein neuer Claim vom Museum für Kommunikation in Bern. Visuell soll die Kampagne Kinder sowie Erwachsene ansprechen.

Mit einer Marketingkampagne lancieren die Berner Kommunikationsagentur Kleinstadt und das Designstudio Volta Studio die Familienkarte des Museums für Kommunikation neu. Das Angebot bestehe schon länger, habe aber bislang ein unverdientes Schattendasein gefristet, heisst es in der Mitteilung. Mit dem Satz «I wott no nid hei!» will die On- und Offline-Kampagne an das Gefühl anknüpfen, das nach dem Museumsbesuch bei Kindern oft vorherrscht.

«I wott no nid hei!» – diesen Protestruf kennen viele Eltern von ihren Kindern. Gerade im Museum für Kommunikation in Bern gibt es so viel zu entdecken, dass die Zeit meist nicht ausreicht, um alles auszukosten. An dieses Gefühl knüpft die Kampagne der Berner Kommunikationsagentur Kleinstadt und des Designstudios Volta Studio an – und erwidert:  «Dann kommt doch einfach wieder!»

Die Familienkarte des Museums für Kommunikation kostet 75 Franken jährlich und rentiert deshalb durchschnittlich schon ab dem zweiten Besuch en famille. Der Kreis, der als «Familie» zählt, ist zudem bewusst grosszügig gehalten: Die Karte gilt für zwei Erwachsene und maximal vier Kinder. Dazu kann das Göttikind oder die Enkelin gehören, das Nachbarsmädchen oder der Hüetibueb. «Das Angebot ist extrem attraktiv, aber bisher kannten es viele Familien einfach nicht, selbst wenn sie oft ins Museum gehen», sagt Florina Schwander von Kleinstadt. Ihr Auftrag war, die Familienkarte mit vereinzelten Verbesserungen in der Kommunikation und einer zielgerichteten Kampagne bekannter zu machen.

Dieser Auftrag sei erfüllt, sagt Nico Gurtner, Leiter Kommunikation und Marketing des Museums. So haben die Ende November gestarteten Massnahmen bereits ihre Wirkung gezeigt, obschon noch längst nicht alle Mittel ausgespielt wurden. «Wir haben die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ungefähr verdoppelt», sagt er. Zu sehen waren Tramhänger mit dem aktuellen Sujet im Museumstram, das bis Ende Februar in der Stadt Bern verkehrte. Zudem erhalten interessierte Familien an der Kasse Sticker-Postkarten mit dem Sujet. Entwickelt wurden weiter animierte Ads und Insta-Storys, die auf verschiedenen Plattformen eingesetzt wurden. Weitere Massnahmen für das laufende Jahr sind in Planung.

Visuell richtet sich die Kampagne sowohl an die Kinder als auch an die Eltern, mit einem stilisierten Kind, das auf einem Auge weint und gleichzeitig fröhlich hüpft. Ambivalent wie vieles im Alltag mit Kindern. «Das Designkonzept ist mehrschichtig gedacht und geht auf keinerlei Stereotypen ein», sagt Isabelle Linder von Volta Studio.

Verantwortlich beim Museum für Kommunikation: Nico Gurtner (Gesamtverantwortung); verantwortlich bei Kleinstadt: Florina Schwander, Sarah Pfäffli; verantwortlich bei Volta Studio: Isabelle Lindner, Selina Muth. (pd/wid)


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