30.05.2019

Targeted Ads direkt aufs Handy

«10vor10» thematisiert Werbung über Beacons

Die Sound-Beacons am Zürcher Hauptbahnhof sind ab Samstag in Betrieb. Zudem experimentiert die Aussenwerbevermittlerin APG mit einer Technologie zur Gesichtserkennung, wie das SRF-Nachrichtenmagazin berichtete.

Am Wochenende haben Kästchen auf Plakaten am Zürcher Hauptbahnhof für Aufregung gesorgt. Über Beem erhalten smarte Geräte ein Ton-Signal und interagieren mit Plakaten oder Werbe-Spots. Zum Start am Samstag ist «Beem» in den Apps von Watson, 20 Minuten und Bluewin integriert (persoenlich.com berichtete). Am Mittwochabend berichtete nun auch die SRF-Sendung «10vor10» über diese Technologie, am Donnerstag SRF-Online.

Im Beitrag erklärt APG-Geschäftsleitungsmitglied Beat Holenstein das System mit den Kästchen, während Konsumentenschützerin Sara Stadler den mangelnden Datenschutz kritisiert. Sie sagt, dass Nutzerdaten oder Bewegungsprofile zwar anonymisiert gesammelt werden, jedoch über zusätzliche Datensätze ein sehr genaues, persönliches Profil der Leute erstellt werden könne. Ein Problem sei, dass die Leute nicht genau wüssten, wie «Beem» technisch funktioniert. Sie fordert Transparenz.

Sepp Huber, Sprecher von Swisscom, die bei diesen interaktiven Plakaten mit der APG zusammenarbeitet, verspricht im TV-Beitrag, dass der Datenschutz gewährleistet ist. Die Nutzer müssten zustimmen.

«10vor10» berichtet zudem wie es diesbezüglich weitergehen könnte: Die APG experimentiere mit einer Technologie zur Gesichtserkennung. (eh)



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Kommentare

  • Agnès Laube, 31.05.2019 12:05 Uhr
    Ich habe bereits vor zwei Jahren im Hochparterre zum Thema 'Beacons' geschrieben: https://www.hochparterre.ch/nachrichten/planung-staedtebau/blog/post/detail/das-plakat-will-wissen-wo-du-bist/1504092782/ Zu den Behauptungen der Anbieter, die Nutzer liessen sich bewusst auf diese Dienste ein, äusserte sich darin der Datenschützer des Kantons Zürich deutlich: «Das Argument, die Nutzer würden beim Herunterladen einer App die Datenschutzbestimmungen bewusst akzeptieren, lässt Baeriswyl nicht gelten. «Je länger die Datenschutztexte sind, desto weniger werden sie gelesen.» «Die Konsumenten durchschauen das Ganze nicht und müssten vom Staat geschützt werden», sagt Baeriswyl. «Sie müssten über die Folgen einer Technologie vor deren Nutzung vollumfänglich informiert sein. Vor allem darüber, ob diese Daten an Dritte weitergegeben würden und was diese damit tun.» So viel zum Thema.

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