Social Networking macht auch vor Rechtsanwaltskanzleien nicht halt. Wie sich insbesondere im Zuge der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zeigte, drängen zunehmend mehr Kanzleien ins Web und machen sich dort den Trend zu Social Media zunutze. Die Firmen bauen Online-Präsenzen auf, befüllen diese mit News und richten Community-Angebote ein. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, nutzen vor allem Kanzleien, die die Anklägerseite repräsentieren, das Social Web.
Die Anwaltskanzleien weisen ihre Web-Plattformen zwar als firmenbegleitend aus, viele davon sind aber eher Newsportale oder richtige Community-Seiten. "Auch in Deutschland sind immer mehr Kanzleien im Netz vertreten, um dieses als Informations- und Akquiseplattform zu nutzen", sagt Rechtsanwalt Felix Barth von der IT-Recht-Kanzlei. Dazu gehöre in der Regel eine Website und unter Umständen ein oder mehrere Blogs zu Spezialthemen der Kanzlei. "Auch über Xing und Twitter sind immer mehr Anwälte zu erreichen." Manche Rechtsfirmen kaufen inzwischen auch Suchanzeigen und sind auf Social Networks wie Facebook aktiv.
"Der Vorteil an einer umfassenden Webpräsenz ist die weltweite oder zumindest landesweite Wahrnehmung und Darstellung der Kanzlei", meint Barth. Immer mehr Mandanten würden sich gerade in IT-affinen Rechtsthemen vorab selbst im Internet informieren. "Dies eröffnet für viele Kanzleien neue Märkte und erleichtert die Akquise. Jeder Rechtsanwalt unterliegt aber der Berufsordnung und muss dementsprechend auch im Netz bestimmte Vorgaben beachten", so der Rechtsanwalt. (pte)

