18.08.2019

Guerilla-Aktion

Clear Channel zeigt Stadtzürcher Juso an

Die Jungsozialisten haben Plakate von Airlines überklebt. Der Aussenvermarkter hat noch keine Übersicht über das Ausmass des Schadens. Auf jeden Fall werde aber jede Stelle sofort wieder «in Ordnung gebracht».
Guerilla-Aktion: Clear Channel zeigt Stadtzürcher Juso an
Die Juso Stadt Zürich prangert mit Guerilla-Plakaten Airlines als Klimasünder an. (Bilder: Juso Stadt Zürich)

Diese Aktion könnte für die Juso der Stadt Zürich teuer werden. Am Donnerstag hat die Jungpartei Plakate von Airlines mit «alternativer Airline-Werbung zugeplastert», wie die Juso auf Facebook verkündet. Täglich würden Airlines wie Easyjet, Edelweiss oder die Swiss mit Flügen zu Spottpreisen werben. «Dass sie damit dem Klima erheblichen Schaden zufügen, scheint ihnen sichtlich egal, schliesslich geht die Profitlogik vor. Wir fordern die Airlines und die Politik dazu auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und etwas gegen die Vielfliegerei und Billigflüge zu unternehmen», schreibt die Juso.

Clear Channel, zuständig für die Vermarktung der Werbeflächen, hält von dieser Guerilla-Aktion wenig. «Es handelt sich hier wohl um Wahlkampf auf Kosten anderer, mit der Absicht, eine Medienpräsenz zu generieren», so Sprecherin Ursulina Stecher gegenüber «20 Minuten». Folgenlos bleibt die Aktion nicht: Clear Channel werde Anzeige erstatten.

Auf Anfrage von persoenlich.com ergänzt Stecher, dass noch nicht klar sei, wie viele Plakatstellen genau betroffen seien. Jede Stelle werde sofort wieder «in Ordnung gebracht». «Sobald wir genau wissen, wie hoch und welcher Art der Schaden ist, können wir über die Art der Anzeige entscheiden», so Stecher am Freitag.

Die betroffenen Airlines Swiss, Easyjet und Edelweiss äusserten sich gegenüber «20 Minuten» nicht zur Aktion. Die Fluggesellschaften seien sich jedoch ihrer Verantwortung bewusst und würden Massnahmen ergreifen. (cbe)



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Kommentare

  • Maria Neufeldt, 19.08.2019 11:54 Uhr
    Bravo, Juso! Clear Channel pflastert die Städte zu mit Werbung für jeden Seich, vorallem aber Dinge, die das Klima belasten. Es ist wichtig, dass man sich den öffentlichen Raum wieder aneignet für Debatten, die die Öffentlichkeit betreffen, nicht nur für dümmliche Werbeversprechen.
  • Carine Weiss, 19.08.2019 12:14 Uhr
    Das wird teuer. Aber mittels Fundraising im Justemilieu kein Problem.

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