10.01.2002

AOC

Der Name "Sbrinz" soll geschützt werden

Gesuch öffentlich aufgelegt.

Das Bundesamt für Landwirtschaft hat am Donnerstag das Gesuch um Registrierung einer geschützten Ursprungsbezeichnung (AOC) für Sbrinz im Schweizerischen Handelsamtsblatt veröffentlicht. Um den Schutz dieser Bezeichnung nachgesucht hat die Branchenorganisation Sbrinz GmbH. Sbrinz ist ein vollfetter Extra-Hartkäse mit einem Durchmesser von 45 bis 65 cm und einem Gewicht von 25 bis 45 kg. Der in der Zentralschweiz hergestellte Käse wurde schon im 16. Jahrhundert nach Brienz gebracht und von dort exportiert. Offenbar haben die Italiener den Käse nach diesem Handelsplatz benannt und damit die Bezeichnung Sbrinz geschaffen. Den typischen Geschmack verdankt der Sbrinz der silagefreien Fütterung der Kühe, der Verarbeitung in Kupferkessi oder Kupferfertigern sowie der Verwendung traditioneller Milchsäurekulturen. Die naturbelassene Rohmilch gibt ihm eine würzige Note. Das Futtergras der Kühe ist geprägt durch das Klima der Zentralschweiz.

Hergestellt wird der Sbrinz gemäss Pflichtenheft in den Kantonen Schwyz, Luzern, Zug, Ob- und Nidwalden, dem Bezirk Muri AG, den Gemeinden Obersteckholz, Lotzwil und Langenthal BE sowie den drei Milcheinzugsgebieten in den Bezirken See, Gaster und Neutoggenburg SG (Käsereien Walde, Steinenbrücke, Schönenberg). Das Rauhfutter der Kühe muss zu mindestens 70 Prozent aus dem geografischen Gebiet stammen. Der Sbrinz muss zudem während mindestens 16 Monaten gelagert worden sein, 12 Monate innerhalb des geografischen Gebietes.


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