Die NZZ ist eigentlich ein Medienhaus der diskreten Töne. Mit Ausnahme der Tochterfirma Audienzz: Der Digitalvermarkter feierte am Mittwoch in den hauseigenen Räumen direkt hinter dem NZZ-Hauptsitz am Zürcher Bellevue mit einer rauschenden Party sein 10-jähriges Jubiläum, an der auf drei Stockwerken verteilt rund 200 Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Kommunikationsbranche teilnahmen.
Die Digitalvermarktungsfirma Audienzz wurde 2016 als Spin-off der NZZ gegründet, um Medienhäuser bei der digitalen Transformation zu unterstützen. Trotz anfänglicher Skepsis innerhalb des eher traditionellen Umfelds konnte sich das Unternehmen etablieren und ist heute im gesamten DACH-Raum tätig.
Weitgehend unabhängig von der NZZ
CEO Remo Baumeler führte in einem persoenlich.com-Interview den Erfolg vor allem auf die Unternehmenskultur zurück: So präge ein ausgeprägter Start-up-Spirit mit hoher Eigenständigkeit, Agilität und Innovationsfreude die Firma bis heute. Gleichzeitig profitiert Audienzz von der Anbindung an die NZZ, bleibt aber operativ weitgehend unabhängig.
Der digitale Werbemarkt hat sich in den letzten Jahren stark technologisiert und fragmentiert. Audienzz reagierte darauf mit Investitionen in eigene Technologien, Datenlösungen und Partnerschaften, um näher am Kunden zu bleiben und mehr Wertschöpfung zu sichern. Ein zentrales Thema bleibe die Balance zwischen Automatisierung und Qualitätskontrolle:
Während programmatische Werbung neue Möglichkeiten eröffnet, setzt insbesondere die NZZ weiterhin auf kontrollierte, qualitativ hochwertige Werbeumfelder. Langfristig setzt Audienzz auf Wachstum durch technologische Weiterentwicklung, neue Services und eine zunehmende Diversifizierung der Kundenbasis über die NZZ hinaus. (ma)

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