09.06.2023

Kausa Kollektiv

Ein Konterbier gegen den «Patriarkater»

Zusammen mit Turbinenbräu und Intercomestibles wird ein Bier-Label für den feministischen Streik lanciert. Pro verkaufte Flasche gehen jeweils 50 Rappen als Spende an das Frauenhaus Zürich respektive an die Dachorganisation Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein.
Kausa Kollektiv: Ein Konterbier gegen den «Patriarkater»
Ein Bier-Label für den feministischen Streik 2023: Das Konterbier gegen den «Patriarkater». (Bilder: zVg)

«Gegen den Patriarkater – für mehr Lohn, Zeit und Respekt»: Unter diesem Motto lanciert das neu gegründete «Kausa Kollektiv» in Kooperation mit der Brauerei Turbinenbräu und dem Getränkelieferanten Intercomestibles ein Bier-Label für den feministischen Streik, der am 14. Juni 2023 landesweit stattfindet. Das Braugut, das den Namen «Konterbier» trägt, ist am Streiktag selbst und während des ganzen Sommers in Gastrobetrieben im Kanton Zürich und darüber hinaus erhältlich, wie es in einer Mitteilung heisst.

Mit dem Bier-Label will das Kausa Kollektiv den feministischen Streik unterstützen und auf die Anliegen aufmerksam machen: Mehr Lohn, mehr Zeit und Respekt. Pro verkaufte Flasche Bier gehen jeweils 50 Rappen als Spende an das Frauenhaus Zürich respektive an die Dachorganisation Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein.

Susan A. Peter, Geschäftsführerin der Stiftung Frauenhaus Zürich, sagt: «Um das Frauenhaus finanziell zu sichern und für neue Projekte sind jährlich Spenden nötig. Das Thema Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt betrifft uns alle und gehört in die Schule, in alle Ausbildungen und in alle gesellschaftlichen Bereiche.» Das Frauenhaus Zürich Violetta bietet Frauen und Kindern bei akuter häuslicher Gewalt Schutz und sichere Notunterkunft, psychosoziale Beratung und sozialpädagogische Begleitung.

Auf die Frage, wieso ausgerechnet ein alkoholisches Getränk Awareness für die Anliegen des feministischen Streiks schaffen soll, erklärt Kausa-Co-Founderin Nina Wach: «Mit dem Konterbier wollen wir die Leute nicht zu übermässigem Konsum animieren, sondern sie dazu einladen, sich beim Apéro mit Freund*innen über die Anliegen des Streiks auszutauschen: mehr Lohn, mehr Zeit und mehr Respekt.»

«Mir händ immer no en Patriarkater», sagt Salome In-Albon, die für die Kommunikation bei Intercomestibles zuständig ist. «Darum sind wir die Ersten, die ein Streikbier unterstützen. Wir möchten als Betrieb ein Konter gegen das Patriarchat sein. Seit Jahren setzen wir Lohngleichheit um, machen Frauen als Getränkeproduzentinnen und Unternehmerinnen sichtbar und leben unseren Berufsalltag entsprechend der Überzeugung, dass Fähigkeiten und Fertigkeiten kein Geschlecht kennen. Wir sind für Solidarität überall dort, wo diskriminiert wird und unterstützen immer wieder feministische Projekte mit finanziellen Mitteln.»

Viktor Bildstein, Aussendienstmitarbeitender von Turbinenbräu, ergänzt: «Wir alle haben Partnerinnen, Töchter, Mütter und Schwestern. Da liegt es nur nahe, die Anliegen zu unterstützen. Wir hoffen, dass wir künftig noch mehr Frauen für unsere Branche gewinnen.»

Das Konterbier ist ab sofort bei intercomestibles.ch erhältlich. Nach dem feministischen Streik wird das Getränk ohne den «Streik»-Zusatz bestellbar sein und auf weitere relevante gesellschaftliche Ungleichheiten aufmerksam machen. Auch werden weiterhin entsprechende Institutionen mit Spenden unterstützt, wie es weiter heisst. (pd/cbe)


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