18.02.2020

Coop

Eine Websites für Coop@Home und Coop

Der Grossverteiler integriert den Lebensmittel-Onlineshop in den Omnichannel.
Coop: Eine Websites für Coop@Home und Coop
Der Hauptsitz von Coop. (Bild: zVg.)

Der Grossverteiler Coop passt die Strategie seines Lebensmittel-Onlineshops Coop@Home an. Das Lebensmittelangebot auf dem Internet wird im Laufe dieses Jahres näher zum traditionellen Supermarktgeschäft gerückt.

Coop-Chef Joos Sutter sprach am Dienstag an der Bilanzmedienkonferenz von «einer grossen Änderung», die Coop@Home bevorstehe. «Die Seiten von Coop und Coop@Home werden fusioniert», so Sutter. Konkret wird es im Internet unter www.coop.ch künftig also nur noch eine Internetseite für Coop-Lebensmittel geben.

Heute finden Kundinnen und Kunden auf Coop.ch hauptsächlich Aktionsangebote der Coop-Supermärkte. Zudem gibt es Informationen zu den Coop-Filialen und deren Öffnungszeiten. Und neben weiteren Informationen zu Coop – etwa zum Thema Nachhaltigkeit – sind auch Rezepte zu finden. Lebensmittel bestellt werden können auf der Seite jedoch nicht.

Dies ist nur auf der Seite www.coopathome.ch möglich. Dort finden sich auch detailliertere Angaben zu Produkten sowie Kundenbewertungen und -kommentare. «Coop@Home wird nun in einen Omnichannel integriert», erklärte Sutter den Journalisten. Unter Omnichannel versteht man in der Branche ein Geschäftsmodell, bei dem das Einkaufen im Internet und das Einkaufen in den Läden kombiniert wird.

Laut Sutter steckt hinter der Integration von Coop@Home auf der Coop-Webseite eine klare Strategie: So will Coop auf dem Internet einerseits den unterschiedlichen Ladenformaten jeweils einen Online-Verkaufskanal zur Seite stellen. Und anderseits gibt es mit Microspot.ch eine einzelne Handelsplattform, über welche der Online-Handel – zumindest im Nicht-Lebensmittel-Bereich – abgewickelt werden kann.

Auch Leshop.ch rückt näher zur Migros

Coop steht mit seinen Bemühungen, seinen Lebensmittel-Onlineladen näher zum Supermarktgeschäft zu rücken nicht alleine da. Auch bei der Migros laufen unter dem Projektnamen Migros Food Online Bemühungen, das Angebot von Leshop.ch besser mit den Angeboten in den Migros-Supermärkten zu verzahnen, wie vergangenen Frühling bekannt wurde.

Dass sowohl Coop wie auch Migros den Onlineverkauf von Lebensmitteln neu ausrichten, dürfte damit zu tun haben, dass beide mit dem Geschäft nicht wirklich auf einen grünen Zweig kommen. Bei Coop@Home sind 2019 die Nettoerlöse zwar um rund 5 Prozent auf 159 Millionen Franken gestiegen. Gemessen an den über 10 Milliarden Umsatz der Coop-Supermärkte ist der Online-Kanal aber nahezu bedeutungslos.

Die Migros-Tochter Leshop.ch konnte 2019 den Umsatz um knapp 3 auf 190 Millionen Franken steigern. Über die Rentabilität der beiden Angebote gibt es keine genauen Angaben. Joos Sutter sprach am Dienstag an der Bilanzmedienkonferenz lediglich von «einem Deckungsbeitrag», den Coop@Home abliefere. (awp/sda/wid)



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