29.10.2020

Messe Luzern

In der Kasse fehlen bald 6 bis 8 Millionen

Die neuen Massnahmen des Bundes führen bei der Eventlocation «zu einem erheblichen finanziellen Schaden».
Messe Luzern: In der Kasse fehlen bald 6 bis 8 Millionen
Der Bundesrat hat am 28. Oktober 2020 die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verschärft und verfügt, dass Messen in Innenräumen per sofort verboten sind. (Bild: Keystone/Urs Flüeler).

Mit der neuen Covid-Verordnung vom Mittwoch hat der Bundesrat Messen in Innenräumen auf unbestimmte Zeit verboten. «Die Gesundheit der Besuchenden, der Aussteller und der Mitarbeitenden steht bei unseren Messen und Veranstaltungen immer an erster Stelle. Somit ist für uns dieser Entscheid des Bundesrates nachvollziehbar und konsequent», wird Markus Lauber, Vorsitzender der Geschäftsleiter der Messe Luzern, in einer Mitteilung zitiert.

Die erneute Veranstaltungseinschränkungen sowie das konkrete Messeverbot auf unbestimmte Zeit hätten für die Messe Luzern AG schwerwiegende Auswirkungen. Im laufenden Geschäftsjahr 2020/2021 mussten bereits zahlreiche Messen und Veranstaltungen abgesagt oder verschoben werden, wie es weiter heisst. «Mit den neuen behördlichen Massnahmen kommt es wieder zu einer Absage-Welle, und unsere Geschäftstätigkeit kommt in einem noch nie dagewesenen Ausmass zum Erliegen», so Lauber.

Er rechnet für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang von rund 95 Prozent. «Uns fehlen bis Ende Juni 2021 sechs bis acht Millionen Franken», präzisiert Lauber. Diese finanzielle Ausgangslage bringt die Messe Luzern unter Druck. «Wir müssen bis Ende Jahr auf allen Ebenen Lösungen suchen», so Lauber.

Seit Februar von der Pandemie betroffen

Seit dem ersten Veranstaltungsverbot von Ende Februar 2020 herrscht auf dem Messeplatz Luzern praktisch Stillstand. Davon betroffen war das gesamte Veranstaltungswesen wie Messen und Kongresse, Generalversammlungen, Corporate Events oder Konzerte. Aber auch bis weit in den Frühling hinein sind Messen und Veranstaltungen abgesagt. «Ein unbegrenztes Messeverbot macht uns machtlos und stellt uns vor eine erneute Planungsunsicherheit», sagt der Geschäftsführer. «Für die Organisation unserer Messen und Veranstaltungen benötigen wir mehrere Monate Vorbereitungszeit.»

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage musste die Messe Luzern bereits im Mai 20 Prozent der Stellen abbauen. Weitere Entlassungen will Markus Lauber verhindern: «Wir glauben an die Wichtigkeit von Messen und Veranstaltungen für das gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben. Dazu sind wir auf die bestehenden personellen Ressourcen angewiesen und setzen deshalb alles daran, unsere Organisation aufrechtzuerhalten.» (pd/cbe)



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