17.11.2019

Black Friday

Konsumenten erhöhen ihre Kreditkartenlimite

Kaufwütige sorgen für die Rabattschlacht vor. Die Post rechnet mit einer Rekordzahl an Paketen. Derweil zerstören die hohen Rabatte die Margen der Onlinehändler.
Black Friday: Konsumenten erhöhen ihre Kreditkartenlimite
Kreditkarteninstitute verdienen daran, wenn ihre Kunden mit der Karte zahlen. (Bild: Pixabay)

Die Schweiz rüstet sich für die Rabatt-Tage Black Friday und Cyber Monday, die am 29. November und am 2. Dezember stattfinden. Viele Kunden verlangen bei ihrer Kreditkartenfirma eine höhere Kreditlimite, um maximal von den Preisabschlägen profitieren zu können. Das zeigt die Erfahrung vom letzten Jahr. «Am Black Friday und am Cyber Monday haben 10- bis 15-mal so viele Kunden eine Limitenerhöhung beantragt wie an einem durchschnittlichen Tag», sagt ein Sprecher der Kreditkartenfirma Viseca zur «NZZ am Sonntag». Diese gibt Karten für diverse Geschäfts- und Kantonalbanken heraus. Sie hat nun allen Kunden eine Anleitung zur Erhöhung der Kreditkartenlimite zugeschickt. So will sie die Anfragen besser verteilen, um ihr Callcenter zu entlasten.

Die Händler planen die Rabatttage mittlerweile generalstabsmässig. «Sie sind eine grosse Herausforderung, insbesondere für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter», sagt Florian Teuteberg, Chef von Digitec Galaxus. Entziehen kann sich dem Phänomen kaum noch jemand. Selbst gehobene Anbieter wie Globus, die sich anfangs noch weigerten, haben kapituliert. Doch die hohen Rabatte zerstören die Marge. Unter dem Strich geht die Rechnung laut Experten oftmals nicht auf. «Man kannibalisiert lieber den eigenen Umsatz, als dem Konkurrenten das Feld zu überlassen», sagt Markus Koch von der Beratungsfirma Deloitte.

Die Konsumenten dürften am diesjährigen Black Friday noch mehr Geld ausgeben. Die Post rechnet mit einer Rekordzahl an Paketen und hat in ihren Verteilzentren das Personal aufgestockt. (pd/cbe)



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