Ab 2028 wird Mediapulse nur noch halb so viel Geld zur Verfügung haben, um die Radioforschung zu führen. Das hatte CEO Tanja Hackenbruch im Februar gegenüber persoenlich.com erklärt. Um eine neue Lösung zu finden, hatte die Forschungsorganisation elf Varianten der Radiobranche zur Konsultation vorgelegt.
Auf dieser Grundlage einigte sich der Radiomarkt auf eine Shortlist mit zwei Optionen: einem Wechsel zu einem Befragungsansatz oder der Fortführung der technischen Messung mit einem verkleinerten Panel, heisst es in einer Mitteilung von Mittwoch.
Einschränkungen
Nun hat sich der Verwaltungsrat von Mediapulse für die Beibehaltung der technischen Messung ausgesprochen. Auch mit reduziertem Messpanel biete diese eine höhere Datentiefe und Validität, betont das Unternehmen. «Dennoch ist, im Vergleich zu heute, mit Einschränkungen bezüglich Aktualität und Funktionalität der Nutzungsdaten zu rechnen», wird Forschungsleiter Mirko Marr zitiert.
Zugleich eröffne der Entscheid Perspektiven für die Weiterentwicklung, so die Forschungsorganisation. Insbesondere die mögliche Kombination mit Radio-Streaming-Data verspreche neue Ansätze für stärkere Granularität, vorausgesetzt, «die Radioanbieter beteiligen sich aktiv an der Bereitstellung ihrer Streaming-Daten». (pd/spo)

