Leider werden Personen aller Geschlechter nach wie vor häufig mit sexueller Gewalt konfrontiert. Diese reicht vom sogenannten Cat-Calling, also dem Nachpfeifen oder -rufen auf dem Nachhauseweg, bis zu körperlichen Übergriffen. Auf der von der Stadt Zürich lancierten anonymen Meldeplattform zuerich-schaut-hin.ch sind seit Mai 2021 fast 1700 Meldungen zu Belästigungen im öffentlichen Raum sichtbar gemacht worden. Ein Umstand, den man in einer modernen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht tolerieren darf und kann, wie es in einer Mitteilung heisst.
«Hier wollten wir ein Statement setzen und konnten spannende Partner finden, welche die Idee unterstützen», so Dominik Stibal, CEO und Inhaber der Agentur Inhalt und Form, zu persoenlich.com. Nun machen sich das Caliente Latin Music Festival, die Bar & Club Kommission Zürich und die Stadt Zürich gemeinsam stark gegen sexuelle Übergriffe. Mit der Aktion «Give your Skin a Voice» werden unterschiedliche Botschaften der Selbstbestimmung, Toleranz und Awareness gegen sexuelle Gewalt verbreitet, wie es weiter heisst. Denn nicht nur auf Partys, sondern auch im Alltag seien sexuelle Übergriffe ein fortlaufendes Thema. Gemäss einer Umfrage erlebt mehr als ein Viertel der jungen Frauen regelmässig sexuelle und sexistische Belästigungen. Auch queere Menschen sind häufig Ziel von übergriffigem Verhalten.
Die wiederablösbaren «Give your Skin a Voice»-Tattoos werden am Caliente Latin Music Festival verteilt. Sie machen dort auf das Problem aufmerksam, wo es am meisten Sinn ergibt: auf der nackten Haut. Das Caliente verbreitet zudem mit Bannern und Klebern die Botschaften von «Zürich schaut hin» hin. Auch alle Security-Mitarbeitenden sind laut Mitteilung entsprechend geschult. Bar & Club Kommission Zürich wird die Tattoos vor der Zürcher Street Parade vom 12. August 2023 verteilen. (pd/cbe)



